CSU-Hierarchie Huber, Beckstein und Co.
Das Tandem: Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein und CSU-Chef Erwin Huber gelten bei Spöttern schon als "die bayerischen Kaczynski-Brüder". Bisher finden beide noch gute Ausflüchte auf die Frage, wer von ihnen vorn sitzt auf dem Tandem und wer hinten strampelt.
Die Selbstbewusste: CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer saß im Landtag ganz hinten, jetzt steht sie auf der Berliner Bühne ganz vorn.
Der Statthalter: Peter Ramsauer war in der Stoiber-Zeit als Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten die Nummer 1 der Christsozialen in Berlin. Jetzt hat er öfter den Vorsitzenden Huber zu Gast.
Der Suchende: Ex-Generalsekretär Markus Söder wollte Umwelt- oder Wirtschaftsminister in Bayern werden. Jetzt ist er für Bundes- und Europaangelegenheiten zuständig. Er sucht sich seine Lücke als "bayerischer Außenminister".
Der erste Vize: In der Wahl zum Parteivorsitzenden Huber unterlegen, aber mit glänzendem Ergebnis zum Stellvertreter gewählt, geht in der neuen CSU nichts gegen Agrarminister Horst Seehofer.
Die Überraschung: Aus dem leutseligen bayerischen Innenstaatssekretär Georg Schmid ist der mächtige CSU-Fraktionschef in München geworden - mit Ambitionen auf mehr.