Danewerk Der Schutzwall der Wikinger
Archäologische Arbeiten am Danewerk: Der Wall schützte die Reichtümer, die aus aller Welt ins Reich der Nordmänner kamen. Jetzt haben Forscher den einzigen Durchlass in dem Wall gefunden.
Danewerk: 30 Kilometer langer Schutzwall
Ausgrabung in der Nähe von Schleswig: Nahe Haithabu legten die Forscher eine drei Meter dicke Mauer aus dem 8. Jahrhundert frei, erbaut aus Feldsteinen.
Chroniken zufolge strömten durch das "Wiglesdor" einst "Reiter und Wagen". Daneben befanden sich eine Zollstation sowie eine Schänke samt Bordell.
Grabungsleiterin Astrid Tummuscheit: Das jetzt entdeckte Tor ist fünf Meter breit.
Freigelegter Wall: Seit hundert Jahren träumten Archäologen davon, die Weltenpforte zwischen Dänemark und dem Reich Karls des Großen aufzuspüren.
Danewerk: Händler, die von der Ostsee kamen, fuhren erst durch die Schlei tief ins Landesinnere bis nach Haithabu. Dort luden sie ihre Güter ab und zogen sie auf Ochsenkarren 18 Kilometer weit bis zu dem schiffbaren Fluss Treene. Erst dort ging es mit Booten weiter Richtung Nordsee. Das Danewerk war ein Schutzschild für den Warenverkehr.
Archäologen an der Waldemarsmauer in Dannewerk (Kreis Schleswig-Flensburg): Sie gehörte zum Danewerk, dem 30 Kilometer langen Schutzwall der Wikinger, und gilt als das älteste Bauwerk aus Ziegelsteinen in Nordeuropa. Ursprünglich war sie 3,7 Kilometer lang, zwei Meter dick und sieben Meter hoch.
Archäologen an der Waldemarsmauer: Sie entstand um das Jahr 1170, während der letzten Bauphase des Danewerks.