Das Beben von L'Aquila: Experten zu Haftstrafen verurteilt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Katastrophe in Italien Das Beben von L'Aquila

Überraschendes Urteil in Italien: Ein Gericht hat sieben Wissenschaftler zu langen Haftstrafen verurteilt, weil sie das Erdbebenrisiko in der Abruzzenstadt L'Aquila verharmlost haben sollen.
1 / 15

Nach dem Erdbeben: Zerstörtes Gebäude in Onna bei L'Aquila. Bei dem Beben vom 6. April 2009 starben 309 Menschen, mehr als tausend wurden verletzt.

Foto: FILIPPO MONTEFORTE/ AFP
2 / 15

Nun hat ein italienisches Gericht langjährige Haftstrafen gegen sieben Experten verhängt.

Foto: ALESSANDRO BIANCHI/ REUTERS
3 / 15

Sie hätten das Erdbebenrisiko verharmlost, behauptete die Staatsanwaltschaft. Weltweit protestierten Wissenschaftler gegen das Urteil.

Foto: FILIPPO MONTEFORTE/ AFP
4 / 15

Italiens Chefexperte für die Bewältigung von Naturkatastrophen, Luciano Maiani, trat am Dienstag von seinem Posten zurück. "Ich sehe nicht die Bedingungen, um in Frieden zu arbeiten", sagte er.

Foto: ROPI
5 / 15

Tausende Menschen wurden bei dem Beben verletzt. Zehntausende Einwohner konnten nicht mehr in ihre zerstörten Häuser zurück.

Foto: Marco Di Lauro/ Getty Images
6 / 15

Das Beben war eine der schlimmsten Naturkatastrophen Italiens.

Foto: ROBERTO SALOMONE/ AFP
7 / 15

Mauro Dolce, einer der angeklagten Experten, war als Direktor des Amtes für Sicherheit für den Schutz vor Erdbeben verantwortlich.

Foto: FILIPPO MONTEFORTE/ AFP
8 / 15

Bernardo De Bernardinis, ein ehemaliger Vertreter des Katastrophenschutzes sagte, er halte sich selbst "vor Gott und den Menschen" für unschuldig.

Foto: FILIPPO MONTEFORTE/ AFP
9 / 15

Richter Marco Billi verurteilte die sechs Wissenschaftler und einen Behördenvertreter am Montag zu Gefängnisstrafen von jeweils sechs Jahren. Alle Angeklagten waren Mitglieder der sogenannten Risikokommission.

Foto: A1809 epa ansa Peri Percossi/ dpa
10 / 15

Die zerstörte Santa-Maria-Paganica-Kirche in L'Aquila.

Foto: ALESSANDRA TARANTINO/ AP
11 / 15

In den Wochen vor dem Beben hatte es viele leichte Erschütterungen gegeben, weshalb die Kommission sechs Tage vor dem Beben getagt hatte.

Foto: VINCENZO PINTO/ AFP
12 / 15

Die Experten hatten erklärt, es bestehe kein erhöhtes Erdbebenrisiko.

Foto: Alessandro Bianchi/ REUTERS
13 / 15

Auf Gefahrenkarten hatten andere Wissenschaftler die Region als stark erdbebengefährdet eingestuft.

Foto: LIVIO ANTICOLI/ AFP
14 / 15

Das Urteil in erster Instanz fällte das Gericht von L'Aquila am Montag nach einem mehr als ein Jahr andauernden Verfahren.

Foto: Michele Camiscia/ AP
15 / 15

Viele Gebäude waren nicht erdbebensicher gebaut. Das erstaunliche Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Foto: A1809 epa ansa Chiodi/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?