Produkterwähnungen in Frauenzeitschriften "Zartes Aroma wiegt uns in erholsamen Schlummer"
Ausschnitt aus "Tina" (Bauer Verlag): Unter der Überschrift "Die Heilkraft des Lavendels" (rechts im Bild) findet sich der Hinweis auf ein Markenprodukt mit Lavendelöl. In einer anderen "Tina-"Ausgabe (links im Bild) steht eine Anzeige für dieses Produkt mit ähnlicher Optik.
"Vital" (Jahreszeiten Verlag) preist ein anderes Präparat an. Nehme man es regelmäßig ein, gehörten auch Einschlafstörungen der Vergangenheit an, heißt es. Was hier ebenfalls auffällt: Dieser mehrseitige Artikel ist zwar auf dem Titel mit dem Hinweis "Die 26 besten Heilpflanzen" angekündigt - empfohlen werden aber fast nur rezeptfreie Arzneimittel. Manche davon gehören tatsächlich zu den pflanzlichen Arzneimitteln, manche aber auch nicht, wie das homöopathische Präparat unten rechts.
"Frau im Trend" empfiehlt das Lavendelöl-Produkt ebenfalls. Insgesamt haben wir vier Erwähnungen des Präparats entdeckt. Neben "Tina" und "Frau im Trend" erwähnt es die "Vital" in zwei von fünf Ausgaben im redaktionellen Teil.
"Frau im Trend" empfiehlt im selben Text über Schlafstörungen weitere Mittel - insgesamt sind es sechs Stück. Die in diesem Textteil erwähnte Studie zu Magnesium fand übrigens 2002 statt, hatte zwölf Probanden und war vom Hersteller finanziert. Untersuchungen mit zwölf Teilnehmern können ihre Berechtigung haben, etwa als Ausgangspunkt für größere Studien. Aber am Ende einer Analyse von zwölf Schlafenden kann nicht die absolute Aussage stehen, dass eine tägliche Magnesium-Zufuhr die gesamte Schlafqualität verbessert.
"Tina" empfiehlt in einer Meldung auch einen "Pflanzen-Mix für ruhige Nächte". Es handelt sich um ein homöopathisches Mittel, was nicht erwähnt wird.