I/O 2016 So siehts auf Googles Spielwiese aus
Mit Säugling auf der Entwicklerkonferenz unterwegs? Kein Problem: Die etwas prüden Amerikaner haben dafür "Mütterräume" aufgestellt, in die man sich ganz privat zum Stillen zurückziehen kann. Besonders kuschelig ist das freilich nicht.
Das ist das echte Malen nach Zahlen: Diesem Industrieroboter konnten Teilnehmer per Smartphone auftragen, welche Farbe er wie mit einem Pinsel auf den sich drehenden Würfel schleudern soll. Das Ergebnis ist - nun ja - Kunst.
Wie in einem Käfig steht hier ein Ballon von Googles Project Loon bereit. Solche Ballons sollen helfen, Internet in schlecht erschlossene Gegenden zu bringen.
Band an der Wand: Zugegeben, diese Selbstbau-Lautsprecher sehen schreddellig aus und klingen auch so. Aber sie sollen ja auch nur zeigen, wie man gemeinsam mit Smartphones Musik machen kann.
Wenn es etwas teurer werden darf, kann man sich auch ein Seaboard-Rise-Keyboard zulegen. Damit kann man fast wie am Klavier spielen und Synthesizer-Apps kontrollieren. Die Preisliste beginnt bei 800 Euro.
Wenn man davon spricht, Musik zu schreiben, meint man meist etwas anderes. Doch hier werden Zettel mit Tonsymbolen (Do, Re, Mi, Fa, So La, Ti) von der Handykamera erfasst, der Text erkannt und dann der entsprechende Ton abgespielt.
Dasselbe Prinzip funktioniert auch mit einer Pseudogitarre. je nachdem, welche Tonzettel man abdeckt, werden unterschiedliche Töne abgespielt. Das rockt!
Manchmal gehen Technologie und Spaß sehr gut zusammen. So wie bei dieser Demo-App, die Gesichter analysiert und in Emojis übersetzt.
Der IOIO-Plotter von Ben Tsvi wandelt Handyporträts in Daten um, die von einem frei hängenden Plotter in merkwürdig gezeichnete Bilder umgesetzt werden.
Klar, alles Arbeit. Auf dem Stand von Nest treten Programmierer am Kicker gegeneinander an. Die Ergebnisse werden natürlich von einer Datenbank auf einem Handy aufgezeichnet.
Am meisten Andrang herrscht dann aber noch an ganz profanen Orten: bei den auf dem Gelände verteilten Ladestationen.
Der Energiemangel ihrer Geräte führt Entwickler immer wieder zu ungewöhnlichen Notgemeinschaften zusammen. Diese hier trotzen, um ihre Endgeräte aufzuladen, sogar der brennenden Sonne Kaliforniens.
Google bezeichnet die I/O gerne auch als Festival. Und wie es sich für ein ordentliches Festival gehört, gibt es hier natürlich auch eine professionelle Seifenblasenmaschine.
Das nervt viele: Um zu den verschiedenen Vorträgen eingelassen zu werden, stehen Entwickler teilweise stundenlang vor den Vortragszelten an. Einige wünschen sich deshalb schon das alte Konferenzzentrum zurück. Da musste man wenigstens nicht in der prallen Sonne anstehen.
Um das Freigelände auszuschmücken, hat Google einige merkwürdige Exponate herangeschafft. So wie diesen Piratenbus, der ohne jeden Zusammenhang mittendrin steht.
Auch für Kinder zu programmieren, wird auf der I/O gelehrt. Beispielsweise mit diesen kleinen Robotern, die mit Sprachbefehlen gesteuert werden.
Auch Android Auto spielt auf der Entwicklerkonferenz eine Rolle. Google zeigt die Software in verschiedenen Autos. Das Highlight ist dieser Maserati Ghibli, in dem schon Android N installiert ist.
Die Frage, wofür das N in Android n stehen soll, überlässt Google seinen Kunden. Auf der I/O kann man Vorschläge auf diesen einstmals weißen Riesen-Androiden schreiben.
Ohnehin stehen überall auf dem Gelände große Android-Figuren herum. So wie diese, die offenbar mit viel Liebe aus einem Buchsbaum geformt wurde.
Entwickler sind manchmal auch Fans. Deshalb gibt es mehrere Stände, an denen man sich mit Google-Devotionalien eindecken kann.
Ein seltener Einblick. Auch ein selbstfahrendes Google-Auto ist auf dem Gelände zu besichtigen und zeigt, dass Googles Fahrzeuge nichts mit Luxus zu tun haben.
So wie in diesem Pressebereich ist Schatten überall auf dem Veranstaltungsgelände ein begehrtes Gut. Selbst wenn die Temperatur nur 20 Grad erreicht, brennt die Sonne unerbittlich auf die Teilnehmer herab.
Google-Fahrräder sind das Transportmittel der Wahl, wenn man zwischen dem Veranstaltungsgelände und Googles Gebäuden pendeln will. Sie stehen überall herum, können kostenlos benutzt werden und sind ausgesprochen rudimentär ausgestattet - aber bunt.