Smartphone-Update Das ist neu in Android Q
Darf bei Googles Entwicklerkonferenz nicht fehlen: Sowohl auf dem Veranstaltungsgelände als auch auf dem Google-Campus sieht man immer wieder übergroße Android-Moskottchen. So wie dieses, das Gärtner aus Buchsbaum geformt haben.
Erwartbar und dennoch eine der großen Neuheiten auf der Entwicklerkonferenz Google I/O ist die Ankündigung von Android Q, dem nächsten Smartphone-Betriebssystem des US-Konzerns. Eine Vorabversion steht für jeden zur Installation bereit. Voraussetzung dafür ist, dass man eines von 21 kompatiblen Smartphone-Modellen besitzt.
Android Q wird etliche Neuerungen, speziell für Falt-Smartphones, mitbringen. Eine davon ist die sogenannte App-Continuity. Die sorgt dafür, dass man eine App beispielsweise auf einem kleinen Außendisplay starten und ohne Verzögerung auf dem größeren Innendisplay weiter nutzen kann.
Sehr viel Interesse zieht die neue Funktion "Live-Untertitel" auf sich. Sie ermöglicht es, beliebige Videos automatisch und in Echtzeit mit Live-Untertiteln zu versorgen. Später im Jahr soll diese Möglichkeit zuerst auf Pixel-Smartphones bereitgestellt werden.
Seine Digital-Wellbeing-Funktionen erweitert Google unter anderem um Family Link, mit dem Eltern festlegen können, wie lange ihre Kinder bestimmte Apps nutzen dürfen.
Sogenannte Dark Modes, bei denen der Bildschirmhintergrund auf Schwarz umgeschaltet wird und Schriften in hellen Farben erscheinen, sind derzeit hip und ziehen mit Q auch auf Android-Smartphones ein.
Mit dem Update gibt Google sich Mühe, den Zugang zu den Datenschutz- und Privatsphäreeinstellungen zu vereinfachen. So ist der Berechtigungsmanager, in dem sich festlegen lässt, welche Apps auf welche Funktionen zugreifen dürfen, vom Apps-Menü in das neue Datenschutzmenü gewandert.
Dort kann man beispielsweise festlegen, welche Apps die Kamera benutzen dürfen und...
welchen Apps man Zugriff auf die Standortdaten des Geräts gewähren möchte.
Ohnehin ist es eine auffällige Neuerung, dass Google nun alle Einstellungen, die die Privatsphäre und den Datenschutz betreffen, unter dem Menüpunkt Datenschutz zusammengefasst hat.
Einige Einstellungen im neuen Datenschutzmenü verzweigen allerdings in die Web-Darstellung des jeweiligen Google-Kontos. Hat man auf dem Gerät den Dark Mode ausgewählt, landet man dementsprechend auf normalen, hellen Webseiten.
Dasselbe gilt auch für die Aktivitätseinstellungen. Das mag ein Bruch in der Nutzerführung sein, ist aber dennoch sinnvoll. Viele Google-Kunden würden diese Einstellungen sonst wohl nie zu sehen bekommen.
In Teilen überarbeitet wurde auch die Funktion "Nicht stören", die jetzt etwas höflicher "Bitte nicht stören" heißt. Hier kann man jetzt genauer festlegen, wann und unter welchen Umständen der "Nicht Stören"-Modus unterbrochen werden darf.