Das kleine Schwarze - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ein Kleid - eine Ikone Das stilvolle Luder

Ein Hauch von einem Kleid: Hollywood-Legende Audrey Hepburn machte das kleine Schwarze mit einem einzigen Filmauftritt zum Inbegriff von Stil und Eleganz. Bis dahin galt das modische Stück als höchst frivol - und seine Trägerinnen als sexbesessene Luder.
1 / 15

So schlicht, so schön: Mit minimalistischen Mitteln setzte Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany's" (USA 1961) das kleine Schwarze in Szene. Das Kleid hatte Hubert de Givenchy eigens für den Film entworfen und der Schauspielerin auf den Leib geschneidert.

Foto: Paramount Pictures / Getty Images
2 / 15

"Manche mögens heiß": Auch Männern wurde das kleine Schwarze angezogen, um sie "weiblicher" wirken zu lassen. Legendär sind Jack Lemmon und Tony Curtis im kleinen Schwarzen als Mitglieder einer Damenkapelle. Szene aus der Billy-Wilder-Komödie "Manche mögens heiß" (1959) mit Marilyn Monroe.

Foto: ddp images
3 / 15

Sportlich elegant: Die russische Tennisspielerin Maria Sharapova präsentiert am 28. August 2006 eine sportliche und dennoch schicke Version des kleinen Schwarzen von Nike.

Foto: AP
4 / 15

Black and White Ball: Alle 450 Gäste hielten sich an die Kleiderordnung, die Truman Capote für seinen Black and White Ball am 29.11.1966 vorgeschrieben hatte. Aufsehen erregte das Kleid der gerade 16-jährigen Penelope Tree, das für damalige Verhältnisse ausgesprochen freizügig war. Penelope Tree machte später als Supermodel Karriere bis sie 1972 wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde.

5 / 15

Das süße Leben: Die Szene aus dem Film "La Dolce Vita", in der Anita Ekberg in der Fontana di Trevi in Rom badet, ist weltberühmt - auch wegen des schwarzen Kleides. Der Film wurde 1960 mit Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Yvonne Furneaux, Anita Ekberg und Alain Cuny in den Hauptrollen gedreht - ein Jahr vor "Frühstück bei Tiffany".

Foto: ddp images
6 / 15

Tiefer Einblick: Liz Hurley fiel schon des öfteren wegen ihrer spektakulären schwarzen Kleider auf. Hier ist sie mit atemberaubendem Ausschnitt auf einer Party am 7. September 2006 anlässlich des 21. Geburtstags des Modemagazins "Elle" zu sehen.

Foto: Getty Images
7 / 15

Laszive Monroe: Marilyn Monroe in "Der Prinz und die Tänzerin" (USA 1957). Das kleine Schwarze - hier mit Pailletten besetzt - wurde von Regisseuren insbesondere in den fünfziger Jahren eingesetzt, um Darstellerinnen lasziver wirken zu lassen.

Foto: ddp images
8 / 15

Pure Eleganz: Alle Kleider aus dem Film "Frühstück bei Tiffany" hat der Modeschöpfer Hubert de Givenchy entworfen. Berühmt wurde vor allem dieses kleine schwarze Cocktailkleid, das Audrey Hepburn alias Holly Golightly in so vielen Szenen trägt. Vor zwei Jahren wurde es für 607.000 Euro bei Christie's versteigert. Seit "Frühstück bei Tiffany" ist das kleine Schwarze salonfähig und steht für Stil und Eleganz.

Foto: Hulton Archive / Getty Images
9 / 15

Der Spatz von Paris: Anfangs trat die berühmte Chanson-Sängerin Edith Piaf im kleinen Schwarzen auf, weil sie kein anderes Kleid besaß und sich kein Neues leisten konnte. Später wurde das kleine Schwarze zum Programm: Sie trat immer in schwarz auf. Angeblich wollte sie das Publikum nicht von ihrer Stimme ablenken.

Foto: Getty Images
10 / 15

Auf der Couch: Marilyn Monroe war das Sexsymbol des fünfziger und sechziger Jahre. Das verruchte kleine Schwarze war für sie daher Programm. Hier posiert sie für ihren Film "Der Asphalt-Dschungel" aus dem Jahr 1950.

Foto: ddp images
11 / 15

"Frühstück bei Tiffany": Unvergessen ist die erste Filmszene, in der Holly Golightly im Morgengrauen auf der menschenleeren Fifth Avenue spazieren geht, bei Tiffanys anhält, an ihrem Pappbecher nippt und den Schmuck im Schaufenster betrachtet. Ihre Sonnenbrille trägt sie in nahezu jeder Szene. Auch dieses lange Abendkleid kommt im Film noch öfter zum Einsatz.

Foto: ddp images
12 / 15

"Ein Weib wie der Satan": Die aufreizende Tänzerin Eva, gespielt von Brigitte Bardot, bringt mit ihrer Sinnlichkeit einen verheirateten Lebemann dazu, sich in sie zu verlieben, nur um ihn dann abzuweisen. Um keinen Zweifel daran zu lassen, wie sexy und erotisch Brigitte Bardot ist, trägt auch sie ein kleines Schwarzes - das Symbol für die Femme Fatal und die gefährliche Frau.

Foto: ddp images
13 / 15

Die Schöne und das Biest: Unterschiedlicher könnten Marilyn Monroe und Truman Capote nicht sein. Sie, der blonde Männerschwarm im kleinen Schwarzen, tanzt mit ihm, dem kleinen, exzentrischen Frauenversteher, 1955 im legendären New Yorker Nachtclub El Morocco. Truman Capote, auf dessen Roman der Film Frühstück bei Tiffanys beruht, war ein großer Fan Marilyn Monroes und wollte eigentlich, dass die Rolle der Holly Golightly mit ihr besetzt wird. Angeblich lehnte sie ab, so dass Audrey Hepburn zum Zug kam.

14 / 15

Femme Fatale: Ava Gardner spielt in dem Film "Rächer der Unterwelt" aus dem Jahr 1946 die verruchte Kitty Collins, die ihren Sexappeal ganz bewusst einsetzt. Hier flirtet sie mit Hauptdarsteller Burt Lancaster. Bewusst inszeniert Regisseur Robert Siodmak Ava Gardner als Vamp und greift dafür auf ein bewährtes Mittel zurück: Das kleine Schwarze. Denn 1946 galten Frauen, die schwarze Kleider trugen, noch als unanständig und verrucht.

Foto: ddp images
15 / 15

Zeitlos elegant und sexy: Schauspielerin, Model und Sängerin Tia Carrere in einer Szene aus "True Lies" (USA, 1994) mit Arnold Schwarzenegger

Foto: ddp images/ interTOPICS/ mptv
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?