"Das Programm" in der ARD: Ein tadelloser Thriller - DER SPIEGEL
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"Das Programm" Eingesperrt in Tirol

"Das Programm" erzählt die Geschichte eines Kriminellen im Zeugenschutz. Und überzeugt als Thriller, Kammerspiel und Deluxe-"Tatort".
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Zeugenschutz ist im ARD-Thriller "Das Programm" kein Kindergeburtstag: Eben noch war Victor Miro (Heiner Lauterbach, rechts) ein wertvoller Kronzeuge, der von Personenschützern begleitet wird.

Foto: ARD/ Christiane Pausch
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Doch bald räumen ihn Handlanger des russischen Kriminellen, gegen den er aussagen sollte, aus dem Weg. Hier: Nina Kunzendorf als LKA-Beamtin Ursula Thern findet ihren Kollegen (Kai Ivo Baulitz) tot nach dem Autobombenanschlag.

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Nach diesem Paukenschlag gerät als nächster Zeuge Simon Dreher (Benjamin Sadler) ins Visier von Polizei und Bösewicht - und wird der nächste im Zeugenschutzprogramm.

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Dreher ist Bankier und residiert zwar nicht im obersten Stockwerk, aber doch mit Blick auf den Hamburger Hafen und über seine Verhältnisse.

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Eine entwurzelte Familie: Nicht nur Dreher, sondern auch seine Frau Rieke (Stephanie Japp) und seine Tochter (Paula Kalenberg) müssen ihr Leben hinter sich lassen.

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Tatsächlich sind Mutter und Tochter drauf und dran, mit ihren jeweiligen Liebhabern ein neues Leben zu beginnen (hier: Rieke mit ihrer Affäre Rolf, gespielt von Kai Scheve).

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David Wendt (Ludwig Blochberger) macht Lona einen Heiratsantrag.

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Im Mittelpunkt der Handlung steht aber nicht nur die Familie, sondern die ehemalige "Tatort"-Kommissarin Nina Kunzendorf, die hier als eisige Beamtin die Zwänge des Programms verkörpert und versucht, Dreher in einen tauglichen Zeugen zu verwandeln.

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Auf psychologischer Ebene verschärfen sich die Konflikte innerhalb der Familie, deren Sicherheit auf dramaturgischer Ebene in der Schwebe bleibt - zumal es die Sehnsüchte der Protagonisten sind, die das Funktionieren der Operation immer wieder gefährden.

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Am Ende ist "Das Programm" somit ein tadelloser Thriller, der als Kammerspiel, aber auch als eine Art Deluxe-"Tatort" überzeugt.

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