Großfauna Die Stars des Eiszeit-Zoos
Eiszeitliche Großfauna: Nordamerika wurde vor rund 13.000 Jahren von Mastodonten, Kamelen und Riesenfaultieren besiedelt. Es war kühler als heute, aber nur der Norden war vergletschert.
Die Großsäuger waren die wohl bevorzugte Beute von Jägervölkern wie der Clovis-Kultur. Der Mensch gilt als einer der möglichen Faktoren beim Aussterben der eiszeitlichen Großsäuger. Vor der sogenannten neolithischen Revolution...
...lebten Menschen wohl primär nomadisch, zogen ihrem Wild hinterher und kehrten nur saisonal immer wieder zu ausgesuchten Treff- und Unterschlupforten zurück. Die berühmten Malereien der Lascaux-Höhle zeigen, was ihr Denken bestimmte - das Wild und die Jagd.
Diese Lebensweise änderte sich erst vor rund 12.900 Jahren, als in einer so plötzlichen wie heftigen Kaltzeit die eiszeitlichen Großsäuger innerhalb kurzer Zeit ausstarben.
Das galt nicht nur für die Bewohner kalter Breiten wie Mammut oder Wollnashorn. Weltweit starben große Teile der Megafauna aus. Auch das Smilodon,...
...der berüchtigte "Säbelzahntiger", verschwand: Wir kennen ihn aus Kinderfilmen als Kumpel des wolligen Mammuts, die meisten Säbelzahnkatzen lebten aber in wärmeren Breiten. Amerikanische Forscher führen das eiszeitliche Artensterben nun...
...auf einen Asteroideneinschlag zurück. Ob der dann auch Australiens eiszeitlicher Megafauna den Todesstoß versetzte? Dem Riesenwombat Diprotodon jedenfalls nicht: Das starb schon einige tausend Jahre früher aus - und wie bei vielen anderen eiszeitlichen Riesen wird auch hier der Mensch als Täter verdächtigt.