David Hicks "Sechs Jahre Hölle"
David Hicks ist inzwischen 37 Jahre alt und lebt in Sydney. Nun will er seine Verurteilung wegen Terrorunterstützung anfechten und seinen Namen vor zivilen US-Gerichten reinwaschen.
Camp Delta, Guantanamo, Kuba. Sechs Jahre verbrachte der Australier David Hicks als Terrorverdächtiger in dem Gefangenenlager.
In seinem Buch "Guantanamo: My Journey" schildert Hicks - hier 2007 im Gefängnis von Adelaide - die menschenunwürdigen Zustände seiner Gefangenschaft.
Gefangene in Camp X-Ray. Nur zwei Körperhaltungen seien den Häftlingen in der Zelle erlaubt gewesen, schrieb Hicks in seinem Buch: Sitzen oder Liegen, so weit wie möglich von der Umzäunung entfernt. "Wir durften nur aufstehen, wenn wir den Befehl erhielten, und die größte Sünde war es, wenn man den Draht berührte."
Hicks am 26. März 2007 im Militärgericht in Guantanamo Bay. Hicks wurde nach einem Deal mit der US-Militärjustiz zu sieben Jahren Haft verurteilt, er bekannte sich der "Beihilfe zum Terrorismus" für schuldig und wurde in seine Heimat Australien abgeschoben.
Ein Foto aus den neunziger Jahren zeigt Hicks mit einem Granatwerfer über der Schulter, damals kämpfte er für die albanische UÇK.
Im Februar 2008 veröffentlichte das australische Bundesgericht einen Ausriss aus einem Notizbuch Hicks', der belegen sollte, dass er nach wie vor "eine terroristische Bedrohung" darstelle.