David Hicks Im Camp X-Ray
Camp Delta, Guantanamo, Kuba. Sechs Jahre verbrachte der Australier David Hicks als Terrorverdächtiger in dem Gefangenelager.
In seinem Buch "Guantanamo: My Journey" schildert Hicks - hier im Gefängnis von Adelaide - die menschenunwürdigen Zustände seiner Gefangenschaft.
Gefangene in Camp X-Ray. Nur zwei Körperhaltungen seien den Häftlingen in der Zelle erlaubt gewesen, schreibt Hicks: Sitzen oder Liegen, so weit wie möglich von der Umzäunung entfernt. "Wir durften nur aufstehen, wenn wir den Befehl erhielten, und die größte Sünde war es, wenn man den Draht berührte."
Hicks am 26. März 2007 im Militärgericht in Guantanamo Bay. Hicks wurde nach einem Deal mit der US-Militärjustiz zu sieben Jahren Haft verurteilt, er bekannte sich der "Beihilfe zum Terrorismus" für schuldig und wurde in seine Heimat Australien abgeschoben.
Ein Foto aus den neunziger Jahren zeigt Hicks mit einem Granatwerfer über der Schulter, damals kämpfte er für die albanische UÇK.
Im Februar 2008 veröffentlichte das australische Bundesgericht einen Ausriss aus einem Notizbuch Hicks', der belegen sollte, dass er nach wie vor "eine terroristische Bedrohung" darstelle.
David Hicks ist heute 35 Jahre alt, verheiratet und lebt in Sydney. Er selbst beteuert in seinem Buch, "nie etwas mit Terrorismus zu tun gehabt" zu haben.