Dax: Die größten Verlierer - DER SPIEGEL
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Kurssturz Die größten Dax-Verlierer

Die ersten Handelstage 2016 haben die Börsen abrutschen lassen. 20 von 30 Dax-Werten sind seit Jahresbeginn zweistellig eingebrochen. Ein Überblick über die größten Verlierer.
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Dax im freien Fall: Der deutsche Leitindex ist seit Jahresstart um mehr als 1400 Punkte (rund 13 Prozent) abgestürzt - am Mittwoch fiel der Dax zeitweise unter die Marke von 9400 Zählern. Der Crash am Ölmarkt sorgt für weiteren Verkaufsdruck. Seit seinem Hoch im April 2015 hat der Dax rund 25 Prozent an Wert verloren - ein Zeichen für einen Bärenmarkt. Die Unterschiede zwischen den Einzelwerten im Dax sind beträchtlich ...

Foto: PAWEL KOPCZYNSKI/ REUTERS
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... 20 der 30 im Dax notierten Werte haben seit dem 4. Januar um mehr als 10 Prozent an Wert nachgegeben. Die Flop 5 (BMW, VW, Commerzbank, Deutsche Bank und ThyssenKrupp) verzeichnen jeweils einen Einbruch zwischen 20 und 23 Prozent. Einen so schwachen Jahresstart gab es in der Geschichte des Dax noch nie. Zunächst wurden vor allem Automobilwerte überrollt ...

Foto: Fredrik von Erichsen/ picture alliance / dpa
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BMW: Größter Dax-Verlierer seit Jahresbeginn ist die Aktie von BMW mit einem Minus von 22,5 Prozent (Stand Mittwoch 19.1. 10 Uhr). Im Jahr 2015 hatten sich BMW-Aktionäre noch über ein Jahresplus von knapp 10 Prozent gefreut - doch die zweite Schockwelle aus China reißt die Papiere der deutschen Autobauer nun erneut in die Tiefe. Erfasst wurde auch ...

Foto: Roberto Schmidt / AFP
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Daimler: Bei der Daimler-Aktie steht ein Minus von knapp 19 Prozent seit Jahresbeginn zu Buche - trotz der von Daimler-Chef Dieter Zetsche gestarteten Aufholjagd. Mit dieser Performance ist Daimler nicht einmal in den Flop 5 - noch härter traf es ...

Foto: Daimler
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Volkswagen: Die VW-Aktie schien seit ihrem Kurssturz im Zuge des Abgas-Skandals wieder auf dem Weg der Erholung - doch seit Jahresbeginn hat die VW-Aktie wieder knapp 22 Prozent an Wert verloren und nähert sich erneut der Marke von 100 Euro. Die Verluste der vergangenen 12 Monate summieren sich bei VW inzwischen auf 43 Prozent. Auch andere Schwergewichte sind im freien Fall ...

Foto: Andrej Sokolow / dpa
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BASF auf Dreijahrestief: Das Chemie-Schwergewicht ist stark in Asien engagiert - und verlor aufgrund der Konjunktursorgen rund 15 Prozent seit Jahresbeginn. Am Mittwoch fiel die Aktie unter die Marke von 60 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Neben BMW und VW finden sich inzwischen aber auch zwei Bankentitel unter den 5 größten Dax-Verlierern ...

Foto: DANIEL ROLAND/ AFP
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Deutsche Bank auf Siebenjahrestief: Aufräumer John Cryan hat für dieses Jahr schon mal die Dividende gestrichen. Die Aktie der Deutschen Bank hat seit Jahresbeginn 20 Prozent an Wert verloren und notiert inzwischen bei 18,25 Euro. Zuletzt hatte die Deutsche Bank im Frühjahr 2009, wenige Monate nach der Lehman-Pleite, unter 20 Euro notiert. Auch die Commerzbank gehört mit einem Minus von 20 Prozent auf 7,65 Euro zu den Flop 5 im Dax. Noch düsterer sieht die 12-Monats-Bilanz im Dax aus: Sieben Dax-Werte haben seit Januar 2015 mehr als 20 Prozent an Wert verloren ...

Foto: Boris Roessler/ picture alliance / dpa
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Die beiden Energieversorger RWE (minus 54 Prozent) und Eon (minus 40 Prozent) sind seit Januar 2015 besonders stark eingebrochen. Doch auch Volkswagen (minus 42 Prozent) und ThyssenKrupp (minus 30 Prozent) kamen unter die Räder, ebenso wie ...

Foto: Henning Kaiser/ picture alliance / dpa
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... die Bankenwerte. Die Aktien von Commerzbank (minus 30 Prozent seit Januar 2015) und Deutsche Bank (minus 27 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht) testen Mehrjahrestiefs - obwohl es derzeit keine akute Bankenkrise gibt wie nach der Lehman-Pleite im Jahr 2008. Vergleichsweise stail halten sich in diesem Jahr die Aktien des Softwareherstellers SAP ...

Foto: Arne Dedert/ dpa
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Besser als der Rest: SAP weist seit Jahresbeginn einen geradezu bescheidenen Verlust von "nur" 3,5 Prozent auf. Die Spitzenposition im Dax 2016 ...

Foto: Uwe Anspach/ dpa
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... sichert sich bislang der Sportartikelhersteller Adidas, der mit einem Plus von rund 55 Prozent auch Spitzenreiter im Dax-Ranking 2015 war. Im Jahr 2016 hat Adidas bislang lediglich rund 1 Prozent nachgegeben und zeigt sich damit als stabilste Aktie des noch jungen Börsenjahres. Grund für die Outperformance: Die Nachricht, dass Henkel-Chef Kasper Rorsted im Herbst Adidas-Chef Herbert Hainer ablösen wird, sorgte in dieser Woche für ein Kursfeuerwerk bei Adidas. Doch auch für Adidas gibt es keine Entwarnung, denn der Blick in die USA bereitet Sorge ...

Foto: Adidas
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Der US-Leitindex Dow Jones hat seit Jahresbeginn 1400 Punkte (8 Prozent) an Wert verloren (Stand: 19. Januar). Auch in den USA ist es der schwächste Jahresbeginn seit dem Krisenjahr 2008. Im Gegensatz zum Dax leidet der Dow Jones jedoch schon länger unter Schwäche ...

Foto: Andrew Gombert / dpa
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Im Jahr 2015 stand für den Dow Jones bereits ein Minus von 3,5 Prozent zu Buche. Die Konjunktursorgen in China und der fortgesetzte Crash beim Ölpreis setzen Anlegern zu. Der Dow Jones steckt im Gegensatz zum Dax und zu den chinesischen Indizes noch nicht in einem "Bärenmarktmodus", sondern lediglich in einem "Korrekturmodus" - seit dem Hoch im April hat der US-Index mehr als 10 Prozent nachgegeben. Die hohe Nervosität lässt sich auch ablesen ...

Foto: Brendan Mcdermid / REUTERS
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... am Absturz einzelner Börsen-Lieblinge wie Amazon. Die Aktie des Handelsriesen verlor seit Jahresbeginn 2016 rund 15 Prozent an Wert - Anleger bringen Geld in Sicherheit, nachdem sich die Amazon-Aktie im Vorjahr mehr als verdoppelt hatte. Die Aktie des wertvollsten Konzerns der Welt, Apple, geriet ebenfalls unter die Räder - ein Zeichen, dass sich auch viele Privatanleger im großen Stil von Aktien trennen.

Foto: ABHISHEK CHINNAPPA/ REUTERS
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Grüne Vorzeichen gab es in Tokio. Dort wurde der Nikkei ebenfalls vom Sog der chinesischen Börsen erfasst. Der Nikkei 225 verlor seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert und notiert so tief wie seit Herbst 2014 nicht mehr. Auch die jüngste Stärke des Yen gegenüber anderen asiatischen Währungen setzt der Export-Nation Japan zu. Zur Farbenlehre: Während Anleger in Europa und USA bei Verlusten rot sehen, werden an den asiatischen Börsen Abwärtstendenzen mit grünen Pfeilen gekennzeichnet.

Foto: Franck Robichon/ dpa
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Es ist nicht nur China: Die Abwertung des Yuan sowie der Kurssturz in Shanghai und Shenzen zeigt, dass die Regierung in Peking keine Mittel hat, um die Abkühlung der Konjunktur sowie das Platzen der Börsenblase zu verhindern. Vor allem die exportorientierte deutsche Wirtschaft leidet darunter - der Dax reagiert daher mit stärkeren Verlusten auf die China-Schwäche als andere Indizes.

Foto: Rungroj Yongrit / dpa
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Auch bei den Rohstoffen geht der Ausverkauf weiter, die Ölpreise sind im freien Fall. Die US-Sorte WTI war am Mittwoch mit 27,50 Dollar zeitweise so billig wie zuletzt im September 2003. Experten nennen als wichtigsten Grund das viel zu hohe Angebot sowohl seitens des Ölkartells Opec als auch anderer großer Förderländer. Am Dienstag hatte die Internationale Energieagentur IEA davor gewarnt, dass der Ölmarkt im Überangebot zu "ertrinken" drohe.

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Atef Hassan / REUTERS

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