DDR-Grubenunglück Katastrophe auf "Karl Marx"
Unter Tage: Die Aufnahme vom 30. November 1955 zeigt Bergarbeiter im sächsischen Steinkohlerevier. Am 22. Februar 1960 kam es in der Abteilung 3 des Volkseigenen Betriebes (VEB) Steinkohlenwerk "Karl Marx" in Zwickau zu einer folgenschweren Havarie. Bei einer der größten Bergwerkskatastrophen der Nachkriegszeit starben 123 Kumpel.
Stilles Gedenken: Nach dem Grubenunglück von Zwickau, bei dem am 22. Februar 1960 123 Bergarbeiter starben, ordnete die DDR-Führung für den 27. Februar 1960 landesweit in allen Betrieben Gedenkminuten an. Die Aufnahme zeigt Chemiearbeiter der VEB Leuna-Werke.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-68314-0002
Trauerfeier: Gedenkveranstaltung am 27. Februar 1960 in Zwickau für die 123 Opfer der Explosion in der Steinkohlengrube des "Karl-Marx"-Werks fünf Tage zuvor.
Im Schacht: Sicherheitsinspektion im "Karl-Liebknecht"-Steinkohlenwerk im Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier - ein Fototermin für DDR-Fotografen zum "Tag des Bergmannes" am 3. Juli 1955.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-31372-0002
Trauer um die Kumpel: Trotz tagelanger Rettungsaktionen kamen bei dem Grubenunglück in Zwickau am 22. Februar 1960 123 Menschen ums Leben. Hilfe der Bundesregierung hatte die DDR-Führung kategorisch abgelehnt, Anteilnahme als "Heuchelei" zurückgewiesen.
"Bestarbeiter": Adolf Hennecke, Vorzeigebergmann und Namensgeber der sogenannten Hennecke-Aktivisten-Bewegung in der DDR, im Oktober 1948 mit freiem Oberkörper bei der Arbeit im Stollen. Nach dem schweren Grubenunglück im Februar 1960 wurde er von der Staatsführung nach Zwickau geschickt, um zu den Bergleuten zu sprechen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-W0514-301
Grubenunglück Zwickau: Zur Rettung und Brandbekämpfung im Unglücksschacht des Steinkohlenwerkes "Karl Marx" in Zwickau bekam die DDR 1960 unter anderem Hilfe von tschechoslowakischen Bergleute.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-71107-0002
Im Revier: Schacht-Förderturm im sächsischen Steinkohlerevier, aufgenommen in den fünfziger Jahren.