Massendemo in Moskau Wutmarsch gegen Putin
In Moskau haben sich Zehntausende Menschen versammelt, um gegen Präsident Wladimir Putin zu demonstrieren. Das Bündnis der Opposition besteht aus den verschiedensten Gruppen.
Auf diesem Bild sind liberale Aktivisten zu sehen - zu den Demonstranten zählten aber auch Nationalisten und Neofaschisten, Umweltschützer, Anarchisten, Menschenrechtler.
Bei einer ähnlichen Demonstration am 6. Mai war es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, diesmal allerdings...
...blieb es weitgehend ruhig, die Sicherheitskräfte hielten sich im Hintergrund.
Während draußen die Massen demonstrierten, beging Putin mit Premier Dmitrij Medwedew den Feiertag im Kreml - offenbar bester Laune.
Ein verschärftes Versammlungsverbot? Das Risiko hoher Geldstrafe? Davon ließen sich viele Russen am Dienstag nicht einschüchtern. Zu Zehntausenden waren sie in Moskau auf die Straße gegangen.
Friedlicher Protest gegen das Regime: Wie der Chef der oppositionellen Linksfront, Sergej Udalzow, der Nachrichtenagentur AFP sagte, beteiligten sich mehr als 100.000 Menschen an dem Protestmarsch durch Moskau. Die Polizei sprach zwei Stunden nach Beginn des sogenannten Marschs der Millionen dagegen von nur 18.000 Demonstranten.
Von heftigen Regenschauern ließen sich die Demonstranten nicht beeindrucken - ebenso wenig wie von dem massiven Polizeiaufgebot in der Innenstadt. Rund 12.000 Sicherheitskräfte waren im Zentrum zusammengezogen worden.
Weg mit dem ungeliebten Präsidenten: Die Demonstranten forderten ein Russland ohne Putin, riefen Slogans wie "Putin ins Gefängnis" und "Alle Macht dem Volk".
Der linke Politiker Sergei Udalzov auf der Anti-Putin-Demo: Es war der erste Massenprotest, nachdem der Kreml die Vorschriften für derartige Veranstaltungen massiv verschärft hatte. Trotzdem kamen die Menschen zu Zehntausenden ins Zentrum der russischen Metropole.