Besuch bei Putin Depardieu erhält neuen Pass
Schauspieler Gérard Depardieu (links) bei Wladimir Putin: "Der Präsident hat mit Herrn Depardieu über dessen weitere künstlerischen Pläne und eine Reihe weiterer Fragen gesprochen", sagte ein Sprecher.
Umarmung in Sotschi: Für viele Franzosen ist die Steuerflucht des Schauspielers ein Skandal.
In Frankreich spielte der weltbekannte Schauspieler zuletzt nur noch in künstlerisch unbedeutenden Filmen wie "Asterix und Obelix - Im Auftrag ihrer Majestät" - der neue Boom des französischen Kinos findet ohne ihn statt.
Depardieu und Putin bei einem Treffen 2010. Jetzt nimmt der Schauspieler die russische Staatsbürgerschaft an und nennt das Land "eine große Demokratie".
Gérard Depardieu und Wladimir Putin: Russisch-französischer Ego-Gipfel
"Incroyable!" Filmstar Gérard Depardieu wurde die russische Staatsbürgerschaft verliehen!
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Depardieu schon am 20. Dezember als Freund bezeichnet und ihm den russischen Pass angeboten. Nun ernannte Putin ihn zum Landsmann.
Schon im Dezember floh Depardieu vor dem Fiskus - knapp hinter die Grenze, nach Belgien. Dort locken niedrigere Steuersätze.
Seine neue Heimat Néchin: Depardieu ist unter anderem wegen seiner Rollen in Filmen wie "Cyrano de Bergerac", "1492" und in mehreren Asterix-Filmen berühmt.
Prunkvoll ist anders: Das Grundstück, das Gérard Depardieu in Belgien erwarb, ist kein Prachtbau. Doch die Vorteile sind trotzdem nicht zu verachten.
Sein luxuriöses Stadtpalais im Herzen von Paris will Depardieu verkaufen. Das im 19. Jahrhundert erbaute und denkmalgeschützte Hôtel de Chambon mit rund 1800 Quadratmetern Wohnfläche soll laut "Le Parisien" rund 50 Millionen Euro kosten.
Willkommen in Néchin: Mitglieder der Belgischen Arbeiterpartei vor Depardieus Haus mit einem Plakat.
Ganz dick: Depardieu suchte die Nähe zu den Mächtigen. Vor allem mit Nicolas Sarkozy verband ihn eine Freundschaft. Das Bild zeigt ihn neben dessen Ehefrau Carla Bruni-Sarkozy.
Der Kenner: Depardieu besitzt mehrere Weingüter - und hat sein Wissen auch schon lukrativ an Wladimir Putin verkauft.