Der Fall der Mauer "Wir kommen jetzt öfter"
Maueröffnung am Brandenburger Tor: Diese Bilder gingen am 9. November 1989 um die Welt gingen. Die Grenzen sind gefallen, die Schlagbäume geöffnet und Berliner aus Ost und West haben die Mauer erobert. 308.100 Ausreisen registrierten die DDR-Grenzer an den Grenzübergangsstellen zwischen Ost- und West-Berlin. 239.800 Menschen kamen in dieser Nacht zurück in die DDR.
Verbrüderung: Nach der Öffnung der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland reicht ein Berliner am 10. November 1989 in der Nähe des Grenzübergangs "Checkpoint Charlie" zwei ostdeutschen Grenzbeamten seine Hand. Diesen ist ihre Verwirrung deutlich anzusehen. Jahrelang hatten die Beamten die Grenze bewacht, nun strömen die Bürger der DDR ungehindert in den Westen.
DDR-Grenzposten auf der Mauer: Während DDR-Grenzposten noch auf der Mauer Spalier stehen, machen sich Tausende DDR-Bürger am zweiten Tag nach dem Fall der Mauer zu einem Besuch in den Westen auf.
Bresche im Betonwall: Es gibt kein Halten mehr: DDR-Grenzbeamte stehen am 11. November 1989 auf der Ostseite der Mauer, während Demonstranten auf der anderen Seite ein ganzes Segment des Betonwalls heraushebeln.
Grenzübergang Helmstedt-Marienborn: BRD-Grenzbeamte begrüßen die Neuankömmlinge aus dem Osten, angereist im mintfarbenen Trabi am Grenzübergang Helmstedt. Nach der Öffnung eines Teils der deutsch-deutschen Grenzübergänge am 9./10.11.1989 reisen Hunderttausende DDR-Bürger spontan zu einem kurzen Besuch nach West-Berlin und in die Bundesrepublik Deutschland. Am 1. Juli 1990 wurden hier die Kontrollen eingestellt.
Deutsch-deutsche Grenzöffnung: Auch in der Nacht zum 11. November 1989 drängeln sich jubelnde Menschen mit Wunderkerzen auf der Mauer, die seit 1961 Berlin teilte.
Genscher in Prag: Außenminister Hans-Dietrich Genscher erreicht am 30.9.1989 die deutsche Botschaft in Prag. Tausende von Flüchtlingen aus der DDR hatten dort Zuflucht gesucht. Wenig später verkündete Genscher vom Balkon die Genehmigung auf Ausreise.
Mauerbau am Potsdamer Platz: Volkspolizisten errichten Stacheldrahtsperren am Potsdamer Platz. Am frühen Sonntagmorgen des 13. August 1961 wurde unter der Aufsicht von bewaffneten Streitkräften der DDR mit der Errichtung von Straßensperren aus Stacheldraht und dem Bau einer Mauer begonnen, um den Ostteil Berlins vom Westteil abzusperren. Die Mauer sollte den ständig steigenden Flüchtlingsstrom von Ost- nach West-Berlin stoppen.
Warnschild: Ein Bild vom August 1984 zeigt ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Sie verlassen jetzt West-Berlin" vor der Mauer am Brandenburger Tor in Berlin. Am 13. August 1961 hatten DDR-Streitkräfte unter dem Decknamen "Aktion Rose" damit begonnen, den Ostteil der Stadt zunächst mit Straßensperren aus Stacheldraht in Richtung Westen abzuriegeln. Der Bau des "antifaschistischen Schutzwalls" besiegelte die Teilung Deutschlands, die erst am 9. November 1989 mit dem friedlich erzwungenen Fall der Berliner Mauer endete.
Genscher und Seiters in Prag: Der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP, r.) informiert im September 1989 vor der Bonner Vertretung in Prag die Journalisten. Er hatte den rund 4000 DDR-Bürgern, die sich in der Vertretung aufhielten, die bewilligte Ausreise in die Bundesrepublik verkündet. Neben ihm steht Rudolf Seiters, der von 1989 bis 1991 Helmut Kohls Kanzleramtschef war.
Mauerbesteigung: Blick in die Zukunft.
Meine kleine Mauer: ... auch 18 Jahre danach hab ich sie noch.
Na ja, einen Teil zumindest.
Von einem "Mauerspecht" erworben, ein kleines Zeitzeugnis, was war.
Und in so manchem Kopf noch ist, bleibt.
18 year after (adaptiert). :-)
Durchblick: "Mit Freunden (Ost) auf der West-Seite einen Blick zurück nach Ost riskiert, paradoxe Situation."
Brandenburger Tor: Das Brandenburger Tor aus der Sicht vom Dach des Reichstagsgebäudes.
Reste des Führerbunkers im ehemaligen Todesstreifen: Noch 1990 waren im ehemaligen Todesstreifen der Mauer in Berlin-Mitte die Reste des "Führerbunkers" sichtbar. Im Hintergrund die für führende DDR-Beamte und Offizielle reservierten Plattenbauten an der Wilhelmstrasse mit direkter Grenze zur Todeszone.
Mauerabriss am Brandenburger Tor: Im Frühjahr 1990 Mauerabriss am Brandenburger Tor - Im Hintergrund die Renovierung des Tores.
Mauer: Mauer mit Todestreifen, aufgenommen 1979 in Berlin.
Pflasterstein vom Potsdamer Platz: Nachdem ich zwei Jahre zuvor einen Pflasterstein aus dem Gehweg am Lenné Dreieck auf der Westseite als Souvenir mitgenommen hatte, konnte ich nach der Maueröffnung (1989) im November 1990 während einer erneuten Studienfahrt das Gegenstück vom Potsdamer Platz mitnehmen. Beide Steine sind für mich Symbole der Wiedervereinigung.
Pflasterstein vom Lenné-Dreieck: Das Bild zeigt einen Pflasterstein aus dem Gehweg des damals zu Ostberlin gehörenden Lenné Dreiecks. Ich war mit meinen Schülern auf Studienfahrt in Berlin und habe ihn als Souvenir mitgenommen. Nach der Maueröffnung nahm ich zwei Jahre später einen Stein von der Gegenseite, also vom Potsdamer Platz, mit.
Preussischer Landtag ohne Mauer: Die von Ost-Berlin aus gesehen "äußere" Mauer (im Bild rechts) fehlt bereits, die "innere" Mauer (links vor dem Preussischen Landtag) steht noch.
Grenzüberschreitung: In diesem Fall führt der Weg durch die Mauer nach Ost-Berlin zum Potsdamer Platz.
Modrow und Kohl öffnen Grenzübergang: Bundeskanzler Helmut Kohl und Hans Modrow (ganz links) eröffnen eine Grenzübergangsstelle am Brandenburger Tor. Neben Kohl mit rotem Schal Walter Momper, dahinter zwischen beiden Erhard Krack, daneben zu sehen Walter Scheel, Otto Graf Lambsdorff und Hans Dietrich Genscher.
Blick durch die Mauer auf Grenzpolizisten: Blick durch die Mauer am Potsdamer Platz.
Brandenburger Tor: Kurz nach der Öffnung der Mauer in Berlin war die Lage sehr unübersichtlich. Grenzsoldaten und Einheiten der sowjetischen Armee verhielten sich nach der Grenzöffnung abwartend unsicher. Das Foto ist am 12. November 1989 von Ost-Berlin aus aufgenommen.