Der Fall Salman Rushdie: Eine Chronik in Bildern - DER SPIEGEL
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Der Fall Salman Rushdie Eine Chronik in Bildern

Rushdie wird Ritter - und der islamistische Mob dreht durch. Dass seit Veröffentlichung der "Satanischen Verse" 18 Jahre vergangen sind, ficht die Gegner Sir Salmans nicht an. Es geht weder um das Buch noch um den Autor, sondern um einen Ersatz für die dänischen Karikaturen.
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Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini: Im Februar des Jahres 1989 ruft das geistliches Oberhaupt Irans in einer Fatwa dazu auf, Salman Rushdie und seinen Verleger zu töten. Der Schriftsteller habe mit den "Satanischen Versen" den Islam beleidigt. Es sei die Pflicht jedes Muslimen, Rushdie in die Hölle zu schicken. Wenige Monate später stirbt der Ajatollah, Rushdie aber muss in den Untergrund gehen.

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Britisch-indischer Großschriftsteller Rushdie: Seine Bedrohung war auch eine Bewährungsprobe für Kollegen, aber auch für Staatsmänner und Unternehmen, die sich fragen mussten, wie viel Mut zur Solidarität sie aufbringen konnten.

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Annemarie Schimmel, Trägerin des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Die Orientalistin warf Rushdie 1995 in einem Fernsehinterview vor, mit den "Satanischen Versen" auf eine "sehr üble Art die Gefühle einer großen Menge von Gläubigen" verletzt zu haben. Schimmel wurde für ihre Äußerungen heftig kritisiert. Die Wissenschaftlerin entschuldigte sich später bei Rushdie für die Wirkung ihrer Worte.

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Zeichen der Entspannung: Irans Ex-Präsident Mohammed Chatami verkündet im Jahr 1998 zwar, dass eine Aufhebung der Fatwa gegen Salman Rushdie nicht möglich sei - Iran werde aber auf eine Ausführung und auf die Anstiftung zur Ausführung des Mordauftrages gegen den Schriftsteller verzichten.

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Rushdie in Manhattan: Nach fast zehn Jahren im Untergrund tauchte der Schriftsteller in New York als Partylöwe wieder auf, weil ihm die Szene in London zu miefig und zänkisch war.

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Ausschreitungen in Pakistan 18 Jahre nach Chomeinis Fatwa: Aus Protest gegen den geplanten Ritterschlag Rushdies durch die Queen verbrennen Demonstranten britische Flaggen. Die pakistanische und die iranische Regierung haben den britischen Botschafter in ihrem Land einbestellt, um ihrem Unmut Luft zu machen. Ein hoher Geistlicher rief in Kaschmir zur Verbrennung von Büchern des britisch-indischen Schriftstellers auf.

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