Der Fall Simonis Das Debakel von Kiel
Das Debakel von Kiel: Am 17. März 2005 scheiterte die Wiederwahl von Heide Simonis zur Ministerpräsidentin in vier Wahlgängen. Ihr fehlte eine Stimme.
Vor dem vierten Wahlgang versammelte sich die SPD-Fraktion zur internen Geheimabstimmung. Alle 29 Abgeordneten stimmten für sie. Doch bei der Abstimmung im Landtag scheiterte Simonis erneut.
Nach der Wahl zog sich Heide Simonis aus der schleswig-holsteinischen Politik zurück - sie war zwölf Jahre lang Ministerpräsidentin des Bundeslandes gewesen.
Peter Harry Carstensen feierte die Niederlage der politischen Gegnerin: Er bildete eine Regierung mit der SPD und übernahm den Posten des Ministerpräsidenten. Die schwarz-rote Koalition zerbrach 2009. Bei der Landtagswahl am 27. September errangen CDU und FDP gemeinsam eine Mehrheit, Carstsensen blieb im Amt.