Der "Fall Stephanie" Chronik der Ereignisse
Der an einem Altpapiercontainer gefundenen Zettel mit einem Hilferuf der damals 13-Jährigen: Mario M. hatte Stephanie auf dem Schulweg aufgelauert, sie in sein Auto gezerrt und das Mädchen in einer Holzkiste in seine Wohnung transportiert.
In der Nähe dieses Containers fand ein Zeuge den Zettel mit einem Hilferuf Stephanies, der am 15. Februar zu ihrer Befreiung führte.
Das Wohnhaus in der Laubestraße 2 in Dresden-Striesen - hier wurde Stephanie fünf Wochen lang von Mario M. festgehalten und gequält.
Einen Tag nach der Befreiung der 13-jährigen Schülerin Stephanie führen Polizisten den 35-jährigen Mario M. am 16. Februar zum Haftrichter.
Mario M. beim Prozessauftakt am 6.November im Landgericht Dresden: Dem 36-jährigen Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft Geiselnahme, Kindesentziehung und schweren sexuellen Missbrauch sowie Vergewaltigung vor.
Proteste zu Prozessbeginn vor dem Dresdner Landgericht: Der Prozess wurde von großem Medieninteresse begleitet.
Zwei Tage nach Prozessbeginn flüchtet Mario M. bei einem Hofrundgang auf das Dach der Justizvollzugsanstalt Dresden: Psychologen nehmen über eine Hebebühne Kontakt zum Angeklagen auf.
Rund 20 Stunden harrte Mario M. auf dem Dach des Gefängnisses aus, dann gelang es einer Psychologin, ihn zur Aufgabe zu überreden.
Am Tag nach der Flucht bringen vermummte Beamte eines Sondereinsatzkommandos der Polizei Mario M. ins Landgericht: Der Prozess wird nach der Flucht auf das Dach der JVA bis zum 21. November unterbrochen.
Erklärungsversuche am Tag nach der Flucht auf das Gefängnisdach: Der sächsische Justizminister Geert Mackenroth (rechts) sitzt bei einer Pressekonferenz neben dem sächsischen Landespolizeipräsidenten Klaus Fleischmann. Mackenroth räumt eine Panne der verantwortlichen Behörden ein. Der Vorfall sei für sein Ministerium und die JVA "peinlich".
Mario M. am 9. November 2006: Zwei Tage nach der spektakulären Flucht auf das Dach versetzt er die Justizbehörden erneut in Aufregung. Ein Beamter der JVA entdeckt Mario M. mit hochrotem Kopf hyperventilierend in seiner Zelle.
Beamte führen Mario M. zur Urteilsverkündung in den Verhandlungssaal: Der Entführer der Dresdner Schülerin Stephanie wird zu 15 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.