Der jüdische Komiker Oliver Polak - DER SPIEGEL
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Oliver Polak Darf man über den lachen?

Tja, man kann nicht alles haben. Er ist Jude, aber zum Ostfriesen hat's dann nicht mehr gereicht. Sie finden so einen Satz seltsam? Dann sollten Sie Oliver Polak kennenlernen, der Gags über Hitler macht und seinem Schäferhund eine SS-Mütze aufsetzt. Viele Deutsche finden das komisch. Manche sogar lustig.
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Sie sind Jude? Kann man davon leben? - Um solche und ähnliche Fragen geht es bei Oliver Polak,...

Foto: Gerald von Foris
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...der gerne gelbe Trainingsanzüge trägt,...

Foto: Markus Flohr
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...ein grandioser Entertainer ist (wie hier 2011 im Hau 1 in Berlin),...

Foto: Jens Oellermann
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...bei seinen politisch unkorrekten Reflexionen arg ins Schwitzen kommt...

Foto: Markus Flohr
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...und gerne mal bei Fast-Food-Ketten zuschlägt.

Foto: Markus Flohr
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Im Frühsommer tourte Polak durch Ostdeutschland. Ein Jude im Osten - wie muss man sich das vorstellen? Ist das gefährlich? "Setz dich doch ein paar Tage ins Tourauto", meinte er zu SPIEGEL-ONLINE-Autor Markus Flohr. Quasi als Eskorte. Und so geschah es.

Foto: Markus Flohr
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Oliver Polak sagt, seine Komik solle kein Persilschein sein - den sich Deutsche ausstellen lassen, die "endlich mal wieder" über Juden lachen wollen. "Schlussstrich? Nein danke!" druckt er hinten auf seine CDs. Das ist kein Scherz.

Foto: Gerald von Foris
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Polak verschanzt sich zuweilen hinter seinem Humor. Das mag damit zu tun haben, dass die Wucht des Traumas und der Ressentiments, die er mit seinen Scherzen herausfordert und die ihm oft entgegenschlagen, erdrücken könnte. Und vielleicht rebelliert seine Komik ja gegen die Übereinkunft, dass Juden in Deutschland gefälligst eine Aura von Schuld, Leid und Sühne zu verbreiten haben, von Erinnerung und Trauer.

Foto: Gerald von Foris
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?