"Der letzte Tango" und Bernado Bertolucci - DER SPIEGEL
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Zum Tode Bernardo Bertoluccis Umsturz und Unterdrückung

Ein gigantischer Film, ein gigantisches Missverständnis: Weshalb das Skandalwerk "Der letzte Tango von Paris" Bernardo Bertolucci bis zu seinem Tod verfolgte - und weshalb progressiv und repressiv oft beisammen liegen.
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Bernardo Bertolucci ist tot, der italienische Filmregisseur wurde 77 Jahre alt.

Foto: Ernesto S. Ruscio/ Getty Images
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Szene aus "Der letzte Tango von Paris": Gleich geht es auf die Tanzfläche.

Foto: ddp images
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Weltbekannt wurde Bertolucci mit "Der letzte Tango in Paris" aus dem Jahre 1972 - vor allem die Sexszenen zwischen Maria Schneider und Marlon Brando sorgten für Gesprächsstoff.

Foto: ddp images/ Hans Werner Asmus
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Die Szene, die zu Recht heute noch für Unbehagen und Wut sorgt: Brando und Schneider bei der (simulierten) Vergewaltigung

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Die Kontroversen reichen bis in die Gegenwart. Bertolucci gab 2016 zu, eine Vergewaltigungsszene im Vorfeld mit Brando (l.) besprochen zu haben, nicht aber mit Schneider.

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Bertolucci (hier im Jahre 1973) kam als Assistent von Pier Paolo Pasolini zum Kino.

Foto: Central Press/ Getty Images
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Nach einigen Filmen in den Sechzigerjahren war "Der große Irrtum" (mit Jean-Louis Trintignant, Dominique Sanda) von 1970 sein Durchbruch.

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Den Monumentalfilm "1900" über Italien zur Jahrhundertwende inszenierte Bertolucci mit Weltstars wie Robert De Niro und Gerard Depardieu.

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Bernardo Bertoluccis größter Erfolg ist aber "Der letzte Kaiser", für den er als erster westlicher Regisseur in der Verbotenen Stadt drehen durfte.

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Neun Oscars gab es für "Der letzte Kaiser", darunter ging an Bertolucci der Preis für die beste Regie.

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"Himmel über der Wüste" war das nächste Monumentalprojekt des Regisseurs, eine Verfilmung eines Romans von Paul Bowles.

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Für "Little Buddha" schickte Bertolucci 1993 Keanu Reeves in den Fernen Osten.

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Nach diesen drei Großproduktionen drehte der Regisseur wieder in Europa.

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Für "Gefühl und Verführung" mit Jeremy Irons und Liv Tyler gab es allerdings überwiegend negative Kritiken.

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Das Dreiecksdrama "Die Träumer" von 2003 (mit Eva Green, Louis Garrel und Michael Pitt) kam bei der Kritik besser weg.

Foto: ddp/ interTOPICS/ LMK Media
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2013 fand Bernardo Bertolucci die Zeit, seinen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame einzuweihen - die Ehrung war ihm bereits 2008 zuteilgeworden.

Foto: Nick Ut / AP
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Am 26. November 2018 ist Bernardo Bertolucci in seinem Haus in Rom gestorben. Er habe an Krebs gelitten, sagte eine Sprecherin seiner Agentur.

Foto: Sebastien Nogier/ picture alliance / dpa
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