"Der Rassist in uns" - DER SPIEGEL
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"Der Rassist in uns" Blau gegen braun

Menschen mit blauen Augen sind dümmer als Braunäugige und zu nichts zu gebrauchen. Das ist die Ausgangslage des ZDFNeo-Experiments "Der Rassist in uns". Doch die Versuchsanordnung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.
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Jürgen Schlicher geht eine blonde Frau an: Schlicher ist Anti-Rassismus-Trainer, die Frau hat sich bereit erklärt, bei einem sozialen Experiment für ZDFNeo mitzumachen.

Foto: ZDF
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In "Der Rassist in uns" soll dem Zuschauer gezeigt werden, wie Vorurteile entstehen und wie schnell jeder selbst Opfer oder Täter von Diskriminierung werden kann. Deshalb werden in dem Versuch die Blauäugigen von den Braunäugigen separiert.

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Die Blauäugigen lässt Schlicher leiden, gibt ihnen Befehle und erniedrigt sie. Das Resultat: Die Teilnehmer der Gruppe sind verunsichert.

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Um sie vor den anderen weiter zu stigmatisieren, bekommen die Blauäugigen noch grüne Kragen umgelegt. So sollen sie dann Tafeln mit Sprüchen wie "Blauäugige neigen zu Kriminalität" lesen.

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In der abschließenden Diskussionsrunde wird das Erlebte geteilt. Ein junger Mann berichtet von seinen Erfahrungen mit Diskriminierung - nicht wegen der Hautfarbe, sondern wegen seiner Sexualität.

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Schlicher und seine Kollegin: Die Versuchsanordnung von "Der Rassist in uns" ist angelehnt an ein Training, das die US-amerikanische Grundschullehrerin Jane Elliott Ende der Sechzigerjahre entwickelt hat.

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Trotz der renommierten Vorlage lässt das ZDFNeo-Experiment jedoch viele Fragen ungeklärt. "Es geht vor allem darum, zu erkennen, wie sich Menschen fühlen, die diskriminiert werden", sagt der dunkelhäutige Moderator der Sendung, Amiaz Habtu.

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