Der Rote Baron - DER SPIEGEL
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Der Rote Baron Das Ende einer Legende - die Geburt eines Mythos

Am 21. April 1918 holte eine einzelne Kugel den Jagdflieger Manfred von Richthofen mit seinem roten Dreidecker vom Himmel. Richthofen-Biograf Joachim Castan über den letzten Kampf einer Legende.
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Ein Roter Baron: Deutsches Filmplakat zu "The Red Baron" (USA 1971, Regie: Roger Corman) mit John Philip Law und Don Stroud war nur einer der zahlreichen Kinostreifen seit 1928, deren Plot mehr oder weniger auf der Geschichte Manfred von Richthofens beruhten - oder es zumindest vorgaben.

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ddp images/pwe

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Heldenkult am Grabstein: An Manfred von Richthofens Grab auf dem Berliner Invalidenfriedhof wurde im Nationalsozialismus ein regelrechter Heldenkult inszeniert.

Foto: Klett-Cotta
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Richthofen und Moritz: Der "Rote Baron" mit seinem einzigen wirklichen Vertrauten, seiner Dogge Moritz

Foto: Klett-Cotta
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Sieg über Richthofen: In "The Red Baron" von 1971 (Regie: Roger Corman) bejubeln Staffelkameraden den kanadischen RAF-Piloten Roy Brown (Don Stroud), der gerade den gefürchteten Richthofen im Luftkampf besiegt hat. Tatsächlich wurde die deutsche Fliegerlegende durch eine einzelne Kugel aus dem Maschinengewehr eines australischen Infanteristen vom Himmel geholt.

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Manfred von Richthofen: Er war eine Projektionsfläche für Wunschvorstellungen und Klischees - Jagdflieger Manfred von Richthofen nach einem Luftkampf vor seinem Flugzeug.

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Ein noch unbekannter Leutnant: Manfred von Richthofen (links) mit Kameraden 1916 im belgischen Ostende

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Jagdflieger Richthofen: Manfred von Richthofen war schon zu Lebzeiten eine Legende - es soll ihm gelungen sein, 80 feindliche Flugzeuge vom Himmel zu holen. Wobei für ihn der sportliche Wettkampf, bei dem der "Bessere" siegte, entscheidend gewesen sein soll. Seine Mutter glaubte, dass ihr "guter Junge" die meisten seiner Gegner lediglich zur Landung gezwungen habe.

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"Der rote Baron": Der Jagdflieger Manfred von Richthofen während des Ersten Weltkriegs. Er trägt die Uniformjacke eines Kavallerie-Offiziers, den deutschen "Pour le Mérite"-Orden um den Hals und das Eiserne Kreuz auf der rechten Seite seiner Jacke.

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Mythos Richthofen: Manfred von Richthofen (links) mit dem britischen Leutnant Bird, den er zur Landung gezwungen und so sein Leben geschont hatte - ein Bild, das den Mythos vom "ritterlichen" Luftkampf im Ersten Weltkrieg befeuerte.

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Eröffnung des Richthofen-Museums in Schweidnitz: Die Nazis nutzten den Richthofen-Mythos ausgiebig für Propagandazwecke. Der 1918 noch unbekannte Oberleutnant Hermann Göring hatte nach Richthofens Tod dessen Fliegerstaffel übernommen und behauptete bis zu seinem Lebensende, sein engster Vertrauter gewesen zu sein.

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Richthofen als Kind: Noch mit dem unschuldigen Blick eines Kindes - der spätere Jagdflieger Manfred von Richthofen im Alter von zwei Jahren

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Richthofen als Ulanen-Fähnrich: Der spätere Jagdflieger als Fähnrich eins Ulanen-Regiments, 1912

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Richthofen und Käte Otersdorf: Der Jagdflieger Manfred von Richthofen mit der Krankenschwester Käte Otersdorf. Es gab Gerüchte, die beiden seien ein Paar.

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Richthofen vor seinem Elternhaus: Der Jagdflieger 1917 mit seiner Dogge Moritz vor seinem Elternhaus im schlesischen Schweidnitz

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Joachim Castan: Der Historiker und Dokumentarfilmer veröffentlichte 2007 eine umfassende Biographie über den Jagdflieger Manfred von Richthofen

Foto: Klett-Cotta
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Captain Roy Brown: Der Jagdflieger aus Kanada hat von Richthofen abgeschossen. Hier betrachtet er die Bordkanone der abgeschossenen Maschine, eines Fokker-Dreideckers Dr 1, mit der der "Rote Baron" abstürzte.

Foto: Karl Schillinger
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Fokker-Dreidecker Dr 1: In einem rotgestrichenen Fokker-Dreidecker Dr 1 wurde Baron von Richthofen über Frankreich vom kanadischen Jagdflieger Captain Roy Brown abgeschossen

Foto: Karl Schillinger
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?