Bronzezeit-Drama Der Supervulkan von Santorin
Die Insel Santorin in der Ägäis. Hier spielte sich in der Bronzezeit ein Drama ab, als ein Vulkan explodierte. Fachleute sprechen von der minoischen Eruption.
Das Luftbild zeigt den überfluteten Krater, die Caldera. Rechts die Insel Thirasia. In der Mitte liegen die beiden erst nach der Eruption entstandenen Inseln Palea Kameni und Nea Kameni.
Auf der Insel fanden Archäologen bei Akrotiri eine nahezu perfekt konservierte Stadt. Berühmt ist der Ort für seine Wandbilder.
Der Archäologe Spyridon Marinatos hatte die Stadt mit mehrstöckigen Gebäuden, Straßen und Plätzen Ende der Sechzigerjahre unter einer meterdicken Ascheschicht entdeckt.
Lange vermuteten einige Forscher, dass der Vulkan von Santorin neben Akrotiri auch die damals vorherrschende minoische Kultur auf Kreta ausgelöscht habe.
Seit Jahren rätseln Forscher, wann der Vulkan genau explodierte. Die Traditionalisten glaubten an eine Eruption zwischen 1520 und 1500 vor Christus, die anderen an den Zeitraum etwa hundert Jahre früher. Klarheit schien vor einigen Jahren die Datierung eines Olivenastes zu bringen. Demnach fand die Katastrophe zwischen 1627 bis 1600 vor Christus statt.
Doch nun kommen Zweifel auf. Olivenholz ist sehr schwer zu datieren, zeigt eine neue Studie. Bei einem Stamm, der für die Untersuchung 2013 in Israel gefällt worden war, kamen mehrere Proben zu Ergebnissen aus den Siebziger- und Achtzigerjahren.
Santorin heute: Die Steilküste und die pittoresken Häuser machen die Insel zu einem beliebten Touristenziel.