DerWesten Neustart der "WAZ"
Katharina Borchert und Nachrichtenchef Andreas Fettig: "Er bringt die Zeitungskompetenz mit, ich den Spaß an all den technischen Möglichkeiten. Wir ergänzen uns perfekt."
Newsroom: Für Zeitungsmacher eine ungewohnte Arbeitssituation, für Onliner mittlerweile Standard. In Essen ist die neue Redaktion eine regelrechte Touristenattraktion.
DerWesten: Klares Design nach dem Vorbild großer Nachrichtenseiten - aber deutlich reduzierter.
Artikelebene: Wo auch immer man sich im Angebot bewegt, man nimmt seine lokalen Präferenzen mit (siehe rechts).
Regionalseitenüberblick: Geografie ist das Schlüsselelement des Angebots ...
... und fließt auch in die Community-Angebote ein, die Blogs, Profilseiten und Elemente aus Social Networks mit einer personalisierten Nachrichtenauswahl kombinieren können.
Auch hier das augenfälligste Element: Das Geo-Tagging. Auf der Karte sieht sich der Nutzer als Mittelpunkt eines Netzwerkes anderer Aktiver, mit denen er kommunizieren kann, und bekommt darüberhinaus regional zugeordnete Informationen von Nachrichten über Blog-Einträge, Veranstaltungshinweise bis zu Werbung.
Geo-Tagging: Der Nutzer kann auch aktiv eingreifen. Im Bildbeispiel ordnet Nutzer "pat63" gerade eine bis zu diesem Zeitpunkt nicht geogrfisch bestimmte Lokalnachricht einem Ort zu.
Anschließend erscheint sein Geo-Tagging im Kontext des Artikels, muss aber noch verifiziert werden ("korrekt?"). Prinzipiell könnte der Nutzer nun eigene Inhalte wie Blog-Beiträge, Fotos oder Artikelkommentare diesem Geo-Tag und damit der Nachricht zuordnen. Sie würden zum Bestand der Quellen zum Thema und Ort, auf die jeder zugreifen kann.
Dass Blogging in solch einem regionalen Netz anders als gewöhnlich, aber bestens funktioniert - das erprobt die "WAZ" seit längerem mit dem Kultur-Blog-Portal "Westropolis", ...
... wo auch Regionaljournalisten der "WAZ"-Gruppe aus eigenem Antrieb bloggen: Jürgen Overkott veröffentlichte gerade Teil 67 seiner "Badewannenmusik", tobt sich online als Kolumnist aus. "Zum Bloggen gezwungen", kommentiert Borchert entsprechende Gerüchte, "wird kein Redakteur".