Desertec: Strom aus der Wüste - DER SPIEGEL
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Desertec Strom aus der Wüste

Der Energie der Zukunft kommt aus der Wüste, glauben Technologie- und Wirtschaftsexperten. Gewaltige Spiegelkraftwerke verwandeln Sonnenstrahlen in Strom, riesige Kabel bringen ihn zu uns. Noch ist Solarstrom teuer, doch Ingenieure arbeiten fieberhaft daran, ihn konkurrenzfähig zu machen. Die Zeit ist auf ihrer Seite.
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Energielieferant Sonne: In den Wüstenregionen prasselt permanent ungenutzte Sonnenenergie herunter, mit der man das Energieproblem der Welt lösen könnte. Rot markiert die Fläche, die, wenn sie mit Solarthermie-Kraftwerken bestückt wäre, genug Energie für die ganze Welt liefern könnte.

Foto: desertec.org
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Parabolrinnen-Kraftwerk: Die Sonnenstrahlen werden auf das Empfängerrohr gebündelt. Das darin enthaltene Öl wird auf 400 Grad Celsius erhitzt. Mit der Hitze wird Wasser verdampft und Turbinen angetrieben.

Foto: Schott Solar
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Solarturm-Kraftwerk in Jülich: Ein Solarturm-Kraftwerk funktioniert anders als Parabolrinnen. Flache Spiegel um den Turm herum bündeln die Strahlen auf einen einzigen Punkt in der Spitze des Turms. So können wesentlich höhere Temperaturen erreicht werden, bis zu 1100 Grad Celsius sind möglich. An der Versuchsanlage in Jülich arbeiten deutsche Wissenschaftler derzeit daran, den Wirkungsgrad dieser Anlagen zu verbessern. 15 bis 20 Prozent sind möglich.

Foto: ddp
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Parabolrinnen-Kraftwerk in der Mojave-Wüste: Seit den achtziger Jahren erzeugen die Spiegelkraftwerke in der kalifornischen Wüste problemlos Strom.

Foto: Siemens
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Salzspeicher: In riesigen Tanks mit Kalium- und Natriumnitrat kann ein Teil der Wärme gespeichert werden. Der Vorteil: Nachts, wenn die Sonne nicht scheint, können die Turbinen weiterlaufen und Strom erzeugen.

Foto: Solar Millennium AG
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Dampfturbine des Solarthermie-Kraftwerks in Andasol, Spanien: 50 Megawatt Leistung kann die Turbine erzeugen.

Foto: Siemens
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Empfängerrohr: Die Parabolspiegel konzentrieren die Strahlen auf den Empfänger. In ihm fließt ein spezielles Öl, das auf 400 Grad Celsius erhitzt wird. Über einen Wärmetauscher gibt es die Hitze an Wasser ab. Ingenieure arbeiten daran, in den Empfängern Wasser direkt zu verdampfen - das würde den Wirkungsgrad erhöhen.

Foto: Schott Solar
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Photovoltaik: Solarthermie hat einen Vorteil gegenüber Photovoltaik - die Wärme lässt sich besser speichern als direkt mit Solarzellen erzeugter Strom. So ist rund um die Uhr eine Stromerzeugung möglich.

Foto: ABB
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Verlegung eines Hochspannungs-Gleichstrom-Kabel-(HGÜ)-Kabels: Für die Leitung des Stroms über Tausende Kilometer Distanz braucht man spezielle Kabel.

Foto: ABB
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Hochspannungs-Gleichstrom-Kabel: Diese Kabel werden bereits eingesetzt, wie hier beim Norned-Projekt , bei dem ein 580-Kilometer langes Unterwasserkabel die Stromnetze von Norwegen und den Niederlanden verbindet.

Foto: ABB
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HGÜ-Kabel im Querschnitt: Zwei Kabel mit je elf Zentimetern Durchmesser waren für das Norned-Projekt nötig.

Foto: ABB
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Offshore-Anbindung: HGÜ-Leitungen haben nur drei bis vier Prozent Energieverlust auf 1000 Kilometer. Man nutzt sie auch zur Anbindung von Offshore-Windparks.

Foto: ABB
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Seekabel: Auf riesigen Kabelrollen werden die HGÜ-Kabel aufgewickelt, bevor sie auf das Schiff verladen werden. Eine dieser Rollen kann bis zu 7000 Tonnen wiegen.

Foto: ABB
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Umrichterstation in Norwegen: Die Ventile wandeln Wechel- in Gleichstrom um, damit dieser mit geringen Verlusten über lange Strecken übertragen werden kann. Auf der holländischen Seite der Verbindung befindet sich eine ähnliche Station, die den Gleichstrom wieder in Wechselstrom umwandelt.

Foto: ABB
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Stromrichterstation in Long Island/USA: Eine HGÜ-Seekabelverbindung verbindet Sayreville, New Jersey mit Long Island, New York.

Foto: Siemens
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Hochspannungs-Gleichstrom-Transformator: Dieser Transformator wird ab 2010 in China zum Einsatz kommen. Durch die HGÜ-Leitung zwischen Yunnan und Guangdong wird Strom über 1400 Kilometer transportiert.

Foto: Siemens
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?