"Neumayer III" Ein Superhaus tief im Süden
Deutsche Antarktis-Station "Neumayer III": Die Station steht auf Hydraulikbeinen. Sie sollen dafür sorgen, dass der rund 2300 Tonnen schwere Bau nicht im Neuschnee versinkt.
"Neumayer III"-Crew mit Legosteinen. Die Mannschaft hat vor, in ihrer Freizeit ein ziemlich beeindruckendes Modell der Station aus Lego-Steinen zu bauen - und es nach Ende der Überwinterung in einem Stück nach Deutschland zu schicken.
Die ersten Steine sind gesetzt. Der 1-zu-60-Nachbau der Station wird genau 113 Zentimeter lang und 35 Zentimeter breit. Doch bis dahin ist noch einiges zu tun.
Die Erfolge werden mit einer eigenen Webcam dokumentiert. Aus ihrem Filmmaterial soll am Ende ein Zeitraffer-Film zusammengeschnitten werden. Denn natürlich ist das Ganze auch eine PR-Aktion - ein bisschen für das AWI, vor allem aber für den Sponsor.
Einmal fertig gebaut, wollen die "Neumayer"-Leute eine Holzkiste um die Spielzeug-Station nageln - um sie dann beim nächsten "Polarstern"-Besuch auf die Heimreise zu schicken.
So sieht die Technik der Station im Lego-Modell aus. Und so..
...in echt. Hier sammelt der Stationsingenieur Hans-Joachim Mehl (Überwinterer 2011) per Maschine Schnee ein, der später geschmolzen wird. So gewinnen die "Neumayer"-Bewohner Wasser.
So sieht ein Zimmer von Überwinterern auf "Neumayer III" aus. Insgesamt neun Leute sind in dieser Zeit auf der Station.
Irgendwann sind alle offiziellen Handgriffe eines Tages getan, alle Technikkrisen bewältigt. Und dann? Dann zieht es einige Überwinterer in den Fitnessraum auf "Neumayer III".
In diesem Umkleideraum wird die Polarkleidung angezogen.
Die Techniker Fabian Zahnd (Überwinterer 2011) und Jens von Helms (Überwinterer 2012) reparieren das Bodenstromaggregat für das Polarforschungsflugzeug "Polar 6".
Der Koch Dirk Peter bereitet das Essen vor. Auf der Station nennen den Leipziger alle nur bei seinem Spitznamen Pepe.
Das gut gefüllte Proviantlager auf "Neumayer III": Für den Fall einer Havarie sind auch frostgeeignete Lebensmittel in einem im Winter unbewohnten Außenposten einer südafrikanischen Station ausgelagert worden.
Container werden vom Forschungseisbrecher "Polarstern" entladen. Der versorgt die Station im Südsommer regelmäßig mit allem Nötigen und dem einen oder anderen Angenehmen.
Hier wird der Treibstoff für die Station gebunkert. "Neumayer" verbraucht pro Jahr rund 315.000 Liter Diesel.
Geophysikerin Antje Schloemer (Überwintererin 2011) macht sich auf den Weg zum geophysikalischen Oberservatorium.
Dann und wann spielen die Bewohner der Station auch auf der Galerie Basketball.
Wichtig ist aber vor allem die wissenschaftliche Arbeit. Hier bereitet Joelund Asseng (Überwinterer 2011) den Start eines Wetterballons vor.