Deutsche-Bank-Chef Jain "Wandlung vom Saulus zum Paulus"
Anshu Jain: Der indischstämmige Co-Chef der Deutschen Bank beeindruckte die Aktionäre bei der Hauptversammlung mit einer Rede auf Deutsch.
Jain, Aufsichtsratschef Paul Achleitner und Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen (von links): Der erfahrene Fitschen wurde Jain zur Seite gestellt. Der bodenständige Banker soll den Kulturschock abfedern, wenn das angelsächsisch geprägte Zahlengenie Jain auf die deutsche Öffentlichkeit trifft.
Hauptversammlung in der Festhalle in Frankfurt: Vertreter der großen Aktionärsvereinigungen sehen Jain noch kritisch. Es gebe immer noch eine "reservierte Skepsis", was den Glauben an die "Wandlung vom Saulus zum Paulus" angehe, sagt Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.
Jain war bis zum vergangenen Jahr Chef des Investmentbankings. In seinen damaligen Verantwortungsbereich fallen Skandale wie die Verwicklung der Deutschen Bank in die versuchte Manipulation von Referenzzinssätzen.
Demonstranten in der Festhalle: Auch vor dem Versammlungsort protestierten rund 40 Anhänger von Blockupy, Pax Christi und Aktion Aufschrei gegen die Geschäfte der Bank.
Ein Aktivist hatte sich mit Tomatenmark und roter Beete eingeschmiert - die Demonstranten werfen dem Geldhaus vor, sie finanziere Waffengeschäfte.