Deutsche Bank: Kündigungswelle startet - DER SPIEGEL
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Kündigungswelle Deutschbanker mit Pappkartons

Die radikale Schrumpfkur der Deutschen Bank trifft vor allem New York und London. Einige Mitarbeiter verloren schon an diesem Montag ihre Jobs - und verließen mit Umzugskartons die Gebäude der Bank.
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Die Deutsche Bank hat mit einem radikalen Konzernumbau begonnen. Die Bank will sich aus dem weltweiten Aktiengeschäft zurückziehen und das Handelsgeschäft deutlich verkleinern. Gut 18.000 Stellen sollen abgebaut werden, die meisten wohl im Ausland. Vor allem in New York und London.

Foto: Simon Dawson / REUTERS
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Bereits an diesem Montag verloren Hunderte Banker ihre Jobs. In London trugen gekündigte Banker ihre persönlichen Gegenstände in Umzugkartons aus den Büros.

Foto: Simon Dawson / REUTERS
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Journalisten und Kamerateams postierten sich vor dem ockerfarbenen Gebäude des Londoner Deutsche-Bank-Sitzes und warteten auf die entlassenen Banker.

Foto: Natasha Livingstone / AP
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"Es könnte Szenen geben wie bei Lehman Brothers", sagte ein Ex-Direktor der Deutschen Bank der Website "eFinancialCareers" - in Anspielung auf den Zusammenbruch der US-Bank, mit dem 2008 die globale Finanzkrise erst richtig Fahrt aufnahm. Damals gingen Fotos von gekündigten Bankern um die Welt. Die Szene hier ist aber in London.

Foto: Leon Neal / Getty Images
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Zwei Männer verlassen das Büro der Deutschen Bank in London mit Anzugtaschen. Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, die abgebildeten Personen seien Mitarbeiter der Deutschen Bank. Dies trifft nicht zu. Wir haben den Fehler korrigiert.

Foto: Simon Dawson / REUTERS
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Auch in Hongkong und Singapur wurden ganze Teams vor die Tür gesetzt. "Die halbe Etage ist weg und die anderen warten nur darauf, dass sie einbestellt werden", sagte ein Aktienhändler in Hongkong. Er sei zusammen mit anderen gekündigten Kollegen direkt aus dem Gebäude geführt worden.

Foto: Tyrone Siu / REUTERS
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Die Stimmung in New York ist ähnlich mies. Immer wieder, so ist zu hören, habe man Frankfurt gebeten, das "Blutbad" doch zu vermeiden, das nun stattfindet, und sich stattdessen mit kleineren Einschnitten zu begnügen. Vor allem das mittlere Management stehe nun vor dem Nichts, viele Banker fänden keine neuen Jobs.

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Was Konzernchef Christian Sewing vorhat, ist ein sehr weitgehender und riskanter Umbau, auch deshalb haben seine Vorgänger die harten Schnitte gescheut. Mit 18.000 sind mehr als dreimal so viele Stellenstreichungen geplant wie unter Josef Ackermann im Jahr 2005.

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Den radikalen Umbauplan sehen viele auch als Abrechnung Sewings mit seinen Vorgängern an der Spitze des größten deutschen Geldhauses. Sie hätten das Abenteuer an der Wall Street gesucht und mit riskanten Geschäften vor allem ihren eigenen Bonus steigern wollen.

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Sewing will nicht nur das Kapitalmarktgeschäft entrümpeln und zum Beispiel den weltweiten Aktienhandel völlig aufgeben. Er fordert auch eine neue Haltung: "In den letzten beiden Jahrzehnten ist uns unserer innerer Kompass abhandengekommen."

Foto: Tolga Akmen / AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?