Deutsche Fliegerschule Geheimvertrag mit der Roten Armee
Jagdflugzeug Fokker auf Schneekufen: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Dieses Bild ist ein Beispiel dafür, dass auch in den lehrgangsfreien Wintermonaten der Flugdienst durch das Stammpersonal weiterlief.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2292, 71
Bruchlandung mit der Heinkel D 17: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Während des Ausbildungsbetriebes in Lipezk war die Verlustrate bei Schülern und Lehrern zwar geringer als bei vergleichbaren Einrichtungen während des Ersten Weltkrieges. Doch auch in Lipezk kamen zwischen 1930 und 1933 insgesamt drei Schüler und ein Fluglehrer bei Flugunfällen ums Leben. Die hier gezeigte Bruchlandung der Piloten von Haring und Gassner mit einer Heinkel D 17 ist dagegen ein Beispiel für einen Flugunfall ohne Todesfolgen.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2292, 171
Heinkel D 17 in Lipezk: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Die Heinkel D 17 war ein zweisitziges Kampfflugzeug. Von diesem Typ wurden ab 1926 in Lipezk sieben Exemplare zur Ausbildung eingesetzt - als Nachfolgerin der wenig erfolgreichen, in Fili bei Moskau produzierten Junkers Ju-21. Später wurden die Heinkel D 17 ihrerseits durch Flugzeuge vom Typ Albatros L-76/77 ersetzt.
Signatur im Bundsarchiv: RH 2/2292, 117
Jagdflugzeuge Fokker in Lipezk: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Die Fokker D XIII wurde von Fokker in den Niederlanden als Jagdflugzeug entwickelt - als Fortführung des bekanntesten Jagdflugzeuges des Ersten Weltkrieges, der Fokker D VII. Von der Reichsregierung bei Fokker im Zuge des Ruhrkampfes bestellt, kamen 50 Maschinen dieses Typs 1925 in Lipezk an und gingen dort in den Ausbildungsbetrieb.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2292, 207
Luftbild der geheimen Flugschule: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Hier ein Luftbild von den Wohnungen, der Werft und den Lagerräumen.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2215, 2-2
Die Stadt Lipezk in der Sowjetunion: Von 1919 bis 1933 unterhielt das Deutsche Reich hier eine geheime Fliegerschule.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2215, 2-46
Angestellten-Wohnraum in Lipezk: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Dieses Bild zeigt den kargen Wohnraum eines Angestellten, der sich seit eineinhalb Jahren in Lipezk befand.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2215, 2-58
Frauen-Wohnraum in Lipezk: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Das deutsche Rahmenpersonal umfaßsste auch weibliche Angestellte. Dieses Bild zeigt den Wohnraum einer Angestellten, die sich offenbar schon länger in Lipezk befand.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2215, 2-57
Stabsgebäude der Flugschule Lipezk: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Nur zum geringeren Teil konnte in Lipezk auf bestehende Gebäude, die auch zunächst instand gesetzt werden mussten, zurückgegriffen werden. Bis 1929 wurden daher fünf Flugzeughallen, fünf Wohnhäuser, acht Blockhäuser ("Baracken"), ein Kasino und dazu weitere Werkstatt- und Funktionsgebäude errichtet.
Schlussendlich war das Gelände nicht nur sehr umfangreich geworden, sondern auch äußerst effizient und nach damaligen Maßstäben sehr modern eingerichtet. Es umfasste nicht nur Flugzeughallen und Werkstätten, sondern auch Prüfstände, Unterrichtsräume, einen modernen Sanitätsbereich mit Operationssaal und angemessene Gemeinschaftsräume. Trotz der vorhandenen Wohnhäuser musste allerdings zeitweise zusätzlicher Wohnraum in der Stadt selbst angemietet werden.
Das Stabsgebäude war als zentrales Verwaltungsgebäude ähnlich repräsentativ gehalten wie das große Kasinogebäude.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2292, 66
Ansicht von Lipezk mit Marktplatz: Lipezk am Woronesch, ca. 400 Kilometer südöstlich von Moskau: Die Stadt verfügte 1925 über etwa 25.000 Einwohner. Die Anfang des 18. Jahrhunderts neugegründete Stadt war weitläufig angelegt. Auf einem Flugfeld nördlich der Stadt befand sich ein Stützpunkt der Roten Luftflotte.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2215, 2-41
Barackenbau für die Flugschule: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Im Bild ist der Fundamentbau für Baracken im Herbst 1926 zu sehen.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2215, 1-2
Baracken nach Fertigstellung: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Ab 1926 wurden Baracken errichtet. Hier im Bild die Baracken nach der Fertigstellung im Frühjahr 1927.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2215, 1-7
Flugzeughallen in Lipezk 1926: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Hier ein Blick auf die Flugzeughallen.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2215, 2-8
Unterrichtsraum für Offiziere: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Die Aufgabe von Beobachter-Offizieren bestand in der Aufklärung aus der Luft, gestützt auf technische Hilfsmittel (Kameras), nicht in der eigentlichen Flugzeugführung.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2292, 31
Fokker im Formationsflug: Zwischen 1919 und 1933 unterhielt das Deutsche Reich in der sowjetischen Stadt Lipezk eine geheime Flugschule. Neben der Ausbildung des Einzelfliegers wurde in Lipezk auch der Einsatz im Verband geübt, zum Teil zusammen mit sowjetischen Einheiten. Doch die sowjetische Seite war davon zunehmend enttäuscht, da die in Lipezk eingesetzten deutschen Typen Ende der zwanziger Jahre nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprachen und der Nutzen der Ausbildung für die sowjetische Seite nicht mehr dem Aufwand entsprach.
Signatur im Bundesarchiv: RH 2/2292, 141