Deutsche Heiligtümer - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Deutsche Heiligtümer Alles auf Ankunft

Vorfreude, Spannung, Warten: Für Kinder symbolisiert der Adventskalender die schönste Zeit des Jahres. Doch woher kommt eigentlich der deutsche Brauch, jeden Tag ein Türchen zu öffnen? Gesche Sager hat die Vergangenheit eines der beliebtesten Deutschen Heiligtümer erkundet.
1 / 26

Jeden Tag ein Stück Vorfreude: Ein Junge öffnet ein Fenster seines Adventskalenders, hinter dem ein Stück Schokolade steckt. Kalender, in denen hinter den Türchen nicht nur Bilder, sondern auch Schokoladenstückchen zu finden sind, gibt es erst seit 1958.

2 / 26

Christkindleins Haus: Jeden Tag bis Heiligabend ein Fenster öffnen konnten Kinder mit diesem Adventskalender in den zwanziger Jahren. Hinter jedem der Fenster ist ein neues Bild zu sehen - hinter dem großen Fenster oben, das am Nikolaustag geöffnet wurde, ist der Nikolaus und hinter der Tür vom 24. das Christkind zu sehen.

Foto: Knauf-Museum
3 / 26

Leuchtendes Haus: Einer der ersten Adventskaldender von Gerhard Lang, "Christkindleins Haus" konnte mit einer Kerze von hinten beleuchtet werden.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Museum Europäischer Kulturen
4 / 26

Weihnachtsbaum mit Krippe: Ein religiöses Motiv ist auf diesem frühen Adventskalender zu sehen. Türchen zum aufklappen gab es noch nicht, dafür kleine Bildchen zum Ausschneiden, die auf den dafür vorgesehenen Feldern aufgeklebt werden konnten.

Foto: Knauf-Museum
5 / 26

Weihnachtsmann mit Engeln: Auf diesem Adventskalender ziehen der Weihnachtsmann und seine Engel einen mit Geschenken bepackten Schlitten durch eine winterliche Landschaft. Es ist ein seltenes Exemplar, da aufgrund der Papierknappheit während des zweiten Weltkriegs viele deutsche Verlage, die keine Propaganda oder Politisches veröffentlichten, nicht drucken konnten.

Foto: Knauf-Museum
6 / 26

Kleine Stadt: Dies ist der erste Adventskalender der Firma Sellmer, der nach dem Zweiten Weltkrieg hergestellt wurde. Er wurde zusätzlich in einer englischen und schwedischen Version hergestellt und war der erste Adventskalender, der in die USA exportiert wurde.

Foto: Richard Sellmer Verlag
7 / 26

Der Weihnachtsmann bringt Geschenke: In den Fünfzigern konnten sich Kinder mit diesem Adventskalender 24 Tage lang auf den großen Abend vorbereiten.

Foto: Knauf-Museum
8 / 26

Schneewittchen und die sieben Zwerge: Nicht gerade ein weihnachtliches, dafür ein Mächenmotiv ist auf diesem Adventskalender aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu sehen.

Foto: Knauf-Museum
9 / 26

Postamt Himmel: Der Schlitten des Weihnachtsmanns wird von seinen Engeln mit Geschenken beladen, von denen jedes ein Adventskalender-Türchen ist. Aufgrund der deutschen und englischen Beschriftung auf dem Bild ist anzunehmen, dass der Kalender nicht nur in Deutschland, sondern auch im englischsprachigen Ausland verkauft wurde.

Foto: Knauf-Museum
10 / 26

Süße Träume: Hier werden die Geschenke von einer Schar gut genährter kleiner Engel aufgebaut - das Wirtschaftswunder als Adventskalender.

Foto: Knauf-Museum
11 / 26

Die Weihnachtsstadt: Ein Adventskalender aus den sechziger Jahren mit einer winterlichen Stadt als Motiv darauf - das Türchen mit der 24 ist auf der Kirche in der Mitte.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Museum Europäischer Kulturen
12 / 26

Adventsuhr: Ein Adventskalender in Form einer Uhr mit allerlei Glimmer auf dem Bild.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Museum Europäischer Kulturen
13 / 26

Bunt mit Türchen: Auf diesem Adventskalender aus neuerer Zeit ist ein Weihnachtsmarkt vor der hell erleuchteten Dresdner Frauenkirche zu sehen.

Foto: Richard Sellmer Verlag
14 / 26

Die Feenstube: Mitarbeiterinnen des Sellmer-Verlags bei der Adventskalender-Produktion in den Fünfzigern, hier werden gerade Glitzerpartikel auf die Kalender geklebt - das Glimmern.

Foto: Richard Sellmer Verlag
15 / 26

Handarbeit: In den Fünfzigern wurden die Adventskalender noch in Handarbeit hergestellt. Hier einige fleißige Mitarbeiterinnen Verlags bei der Produktion.

Foto: Richard Sellmer Verlag
16 / 26

Die Klebemaschine: Die Adventskalender-Produktion im Sellmer-Verlag ging in den fünfziger Jahren noch per Hand. Hier werden die Kalender in die Klebemaschine eingelegt.

Foto: Richard Sellmer Verlag
17 / 26

Adventskalender für die Welt: Obwohl die Adventskalender in den Fünfzigern noch hauptsächlich in Handarbeit hergestellt wurden, belieferte der Sellmer-Verlag bereits Kinder in den USA, Japan, Australien und Neuseeland. Hier werden die Kalender für den Versandt vorbereitet.

Foto: Richard Sellmer Verlag
18 / 26

Richard Sellmer: Der Firmengründer des Sellerm-Verlags kontrolliert höchstpersönlich die Adventskalender, bevor sie in den Versand gehen.

Foto: Richard Sellmer Verlag
19 / 26

Fleißiges Lieschen: Ein kolorierter Holzstich vom Ende des 19. Jahrhunderts zeigt zwei Kinder, die sich in der Adventszeit auf Weihnachten vorbereiten. In dieser Zeit waren die Feierlichkeiten zu Weihnachten von der Kirche ins bürgerliche Wohnzimmer verlagert worden. Aufschrift auf dem Bild: "Bei Zeiten auch die Kinder denken, Was sie zum Christ den Eltern schenken. Hans baut ein Krippchen sehr geschickt, Indessen Lieschen Strümpfe strickt."

20 / 26

Vorfreude: ein kleines Mädchen mit Pfefferkuchenhaus und Adventskranz freut sich auf Weihnachten. Wahrscheinlich ist es die Tochter der Fotografin, die ihre Kinder und Angestellten häufig als Modelle für ihre Aufnahmen nutzte.

21 / 26

Adventsbastelei: Kinder nutzen die Vorweihnachtszeit zum Basteln von Weihnachtsbaumschmuck.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Martin Meißner
22 / 26

Erster Advent: Eine Mutter zündet zusammen mit ihrem Kind die erste Kerze des Adventskranzes an.

23 / 26

Gut verbunden: Dieses kleine Mädchen hat eine Adventsschnur, von der sie jeden Tag ein Päckchen mit einer Überraschung abschneiden und durch einen Tannenzweig ersetzen kann - bis Weihnachten.

24 / 26

Abendmusik im Advent: Kinder spielen Blockflöte am Adventskranz. In vielen Familien wurde die Vorweihnachtszeit traditionell für Hausmusik genutzt. Gern auch zum Üben für das kleine Blockflötenkonzert der Kinder an Heiligabend für die Familie.

25 / 26

Ophelias Adventskalender: Diesen Adventskalender hat meine Urgroßmutter für mich gestickt. Jedes Jahr ist in den Päckchen etwas anderes drin. Diese Art von Adventskalender kommt aus Dänemark. Auch meine Schwester hat so einen Adventskalender, den Omaoma noch mit 90 gestickt hat.

Foto: ophelia kloth
26 / 26

Isobels Adventskalender: Dies ist der Adventskalender meiner Schwester Isobel. Den hat auch meine Omaoma gestickt. Da war sie schon 90 Jahre alt!

Foto: ophelia kloth
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?