Deutsche Heiligtümer - DER SPIEGEL
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Deutsche Heiligtümer Schwarz-Rot-Brot

Was vermissen deutsche Weltenbummler im Ausland als Erstes? Ein vernünftiges Roggenbrot natürlich. Oder was mit Körnern, bloß nicht diese labberigen weißen Toastscheiben, von denen man Verstopfung kriegt. Doch woher kommt unser weltweit einmaliges Schwarzweißdenken? Philipp Kohlhöfer geht auf Spurensuche.
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Bernd, das Brot: Dass die Deutschen ihr Brot lieben, ist auch daran zu erkennen, dass es sogar Brote zum Kuscheln gibt - die Plüsch-Comedyfigur "Bernd, das Brot" ist nicht nur bei Kindern sehr beliebt.

Foto: DDP
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Morgens im Bäckerladen: Kinder tragen Brot und Brötchen aus - eine Zeichnung von Heinrich Binde (1862-1929).

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Wahlplakat der NSDAP: "Arbeit, Freiheit und Brot!" fordern die Nationalsozialisten auf einem Plakat zur Reichstagswahl am 20. Mai 1928. Im Dritten Reich versuchte man, eine Autarkie für Grundnahrungsmittel und in erster Linie für Getreide zu erreichen, um Versorgungskrisen vorzubeugen. Da dies nur durch einen verminderten Weizenverbrauch möglich war, wurde insbesondere das Roggenbrot propagiert.

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Großbäckerei Harry: Der Produktionsleiter Peter Lüthje zeigt ein Schwarzbrot aus der laufenden Produktion des Großbäckers Harry. Die Deutschen sind mit einem jährlichen Pro-Kopf- Verzehr von fast 85 Kilogramm Europameister im Brotverzehr.

Foto: DPA
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Verpflegungsausgabe: Eine Luftwaffeneinheit in Deuben bei Wurzen erhält Brote.

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Schwarzbrote: Bei der traditionellen Störtebeker-Spende werden Schwarzbrote wie hier übereinander gestapelt.

Foto: DDP
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"Einsatzverpflegung - Brot in Dose": Im Europäischen Brotmuseum in Ebergötzen (Kreis Göttingen) zeigt ein Mitarbeiter mehr als fünfzig Jahre altes Brot aus der Dose. Das erstaunliche an der Verpflegung aus dem Zweiten Weltkrieg - sie ist noch genießbar.

Foto: dpa
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Brotexport: Schwarzbrot.com versorgt Deutsche auf der ganzen Welt mit dem heimischen Brot - es bleibt in der Dose zwei Jahre lang frisch.

Foto: Schwarzbrot.com
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Brot im alten Ägypten: Kopie der Wandmalereien aus dem Grab des Nakht in Theben um 1400 v. Chr. von Francis Sydney Unwin - Nakht und seine Frau nehmen ihnen dargebotene Erträge aus Landwirtschaft und Jagd an. Die Ägypter waren die ersten, die Hefe kultivierten und große Backöfen entwickelten. Angeblich gab es im Reich der Sonnenkönige zwischen 30 und 50 verschiedene Brotsorten.

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Das Letzte Abendmahl: Kupferstich (um 1500) von Giovanni Battista da Birago.

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Plüschbrot Bernd: Während die beliebte Plüschfigur "Bernd, das Brot" ein Vollkorn-Kastenbrot darstellt, ist bei den Deutschen besonders das richtige Schwarzbrot beliebt. Viele vermissen ihr heimisches Brot soagr, wenn sie auf Reisen sind.

Foto: ddp
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Junge mit frischem Brot: Ein polnischer Junge hält in der Sowjetunion 1943 sechs Brotlaibe in den Armen.

Foto: AP
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Schwarzbrot.com: Um auch im Ausland nicht auf sein geliebtes Brot verzichten zu müssen, gründete ein Bäckermeister aus Norddeutschland Schwarzbrot.com und verpackt seitdem Schwarzbrot in Dosen.

Foto: Schwarzbrot.com
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Dosenbrot: Das Brot in der Dose gibt es in den drei Sorten Natur, Haselnuss und Sonnenblumenkern. Es wird in wiederverschließbaren 500-Gramm-Dosen angeboten.

Foto: Schwarzbrot.com
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Lokal der Arbeiter: Das Versammlungslokal der KPD in Hamburg mit Wahlwerbung zur Reichstagswahl am 7. Dezember 1924 - "Kämpft mit der KPD für Brot, Freiheit und Macht!".

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Das Brot im Pelz: Bernd, das Brot im Augsburger Puppentheatermuseum auf einer Schaukel. Während Bernd nur zum Kuscheln dient, gibt es in Deutschland rund dreihundert bis sechshundert Brotsorten für den genüsslichen Verzehr.

Foto: ddp
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?