Deutsche Heiligtümer - DER SPIEGEL
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Deutsche Heiligtümer Wer rastet, der röstet

Frühlingszeit ist Angrillzeit! Aber: Was bringt das Ablöschen mit Bier wirklich? Warum hat ein Barbecue nichts mit echtem Grillen zu tun? Und wie fühlt es sich an, wenn man sein Grillgut eigenhändig erlegen muss? Eine kurze Geschichte des Angrillens. Von Philipp Kohlhöfer
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Naturburschen: Diesen beiden hungrigen Herren scheint heiß zu sein.

Foto: ddp
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Vorreiter: Jacken und Daunenwesten beim Grillen? Scheint so, als würden hier einige Grillfleisch-Enthusiasten die Saison etwas verfrüht eröffnen.

Foto: ddp
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Fleisch und ein Gemüse: Bratwurstschnecken, marinierte Hühnchenbrust und Paprika garen in friedlicher Harmonie auf einem Holzkohlegrill.

Foto: AP
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Wurstgrinsen: Dragan Nikolic vom Gourmet-Grill-Team Pforzheim grinst bei den 10. Deutschen Grill-Meisterschaften in Riesa mit einer Bratwurst vor dem Gesicht in die Kamera.

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Stockwurst: Beim größten Hippie-Treffen Europas auf Burg Herzberg gibt es das eine oder andere Würstchen zum Abendessen. Die Variante mit der Stockwurst, die einfach direkt ins Lagerfeuer gehalten wird, wirkt irgendwie angenehm unangestrengt.

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Grill-Rekord: In Montevideo (Uruguay) wurde am 14. April 2008 ein Grill-Weltrekord aufgestellt: Dort grillten 1850 Köche auf einem 1500 Quadratmeter großen Rost aus dreizehn Tonnen Stahl satte zwölf Tonnen Fleisch für 20.000 hungrige Esser.

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Grillen im Park: Gruppen-Angrillen - hier hatten offenbar viele Sonnen- und Grillfleischhungrige die gleiche Idee. Am 14. April 2007war der Friedrichshainer Volkspark in Berlin von Grillenden übersät.

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Wurststrecke: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ist in Nordrhein-Westfalen die Grill-Leidenschaft ausgebrochen, und die Metzger kommen mit der Produktion an grillbaren Wurstwaren kaum noch nach.

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So schmeckt der Sommer: Grillen an der Isar am Flauchersteg in München.

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Würstchen für alle: "Wölflinge" der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) grillen 2004 in einem Camp bei Rheinmünster (Kreis Rastatt) Würstchen an einer Feuerstelle.

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Sommer in Hamburg: Zahlreiche Hamburger nutzten am 7. August 2004 das schöne Wetter, um an der Hamburger Außenalster zu grillen.

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Grillen im Berliner Tiergarten: Scharen von Menschen bevölkern am 10. Juni 2000 den Tiergarten im Zentrum von Berlin. Die sommerlichen Temperaturen verleiten zu einem Ausflug in den Park, bei dem die freien Stunden mit Grillen und anderen Freizeitbeschäftigungen vertrieben werden.

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Grillen mit Liebe: Dies ist die Familie Dzionsko am Masurensee an der Sechs-Seen-Platte in Duisburg. Auch bei rund 33 Grad Lufttemperatur scheinen die Grillwürstchen, die Burghardt Dzionsko (rechts) mit viel Sorgfaltwendet, zu schmecken.

Foto: dpa
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Spiel mit dem Feuer: Wer beim Grillen Brennspiritus oder Benzin einsetzt, riskiert viel. Empfehlenswerter sind handelsübliche Grillanzünder - sie zünden gut, explodieren nicht und hinterlassen keine Geschmacksspuren auf dem Fleisch.

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Grillmeister unter sich: Mmmmmm ... kühles Bier, dazu noch frisch Gegrilltes - das sieht nach Feierabend aus.

Foto: ddp
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Gaucho-Grillfest: Verschiedene Fleischsorten auf argentinische Gaucho art zubereitet. Das Bild entstand bei einem Oldtimertreffen zum Anlass der Rallye Brasil Cone Sul 2007 auf Einladung des Club de Autos Antiguos de Chile.

Foto: Werner Berthold/ Rallye Brasil Cone Sul 2007
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Assado de Cordero: Gegrilltes Lamm wird, auf argentinische Gaucho art zubereitet, erst in etwa 2 Stunden gar. Das Bild entstand bei einem Oldtimertreffen zum Anlass der Rallye Brasil Cone Sul 2007.

Foto: Werner Berthold/Rallye Brasil Cone Sul 2007
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Grillen in der Natur - auf Gitterrost über Lagerfeuer: In meinen jungen Jahren verbrachten wir den alljährlichen Männertag (Väter nennen ihn auch "Vatertag") zeltend in einem kleinen Steinbruch bei Allstedt in Sachsen-Anhalt. Zum Grillen holten wir Bruchholz aus dem angrenzenden "Russenwald" - wenn das damit entzündete Lagerfeuer (in guten Zeiten mit 2 Meter Durchmesser) heruntergebrannt war, wurden darauf Unmengen von Steaks und vielleicht auch mal eine Bratwurst gegrillt. Als Grillrost dienten mitgebrachte Gitterroste - oftmals verzinkt, was eine besondere Würze ergab. Gerüchten zufolge wird dieser alljährliche Brauch noch heute von den Eingeborenen gepflegt - darauf ein donnerndes Tröhööö!

Foto: Lars Hunkert
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Grillen im Garten: Bärbel bringt die Kartoffeln vom Feuer direkt zu Micha und Ira, wie die schmecken werden, sieht man an den Gesichtern.

Foto: Ferdi Keuter
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In der Hütte geröstet: Das Foto zeigt Jagdbegleiter Josef, wie er 1979 nach dem Zerlegen eines Rehs Zwiebeln und frische Rehleber röstet. All das hatte er mit einem alten Taschenmesser erledigt.

Foto: Ferdi Keuter
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Sonniger Sonntagmittag: Der Vater der Familie stand 1976 am Grill und machte nur eine kurze Pause, um dieses Foto zu schießen.

Foto: Ferdi Keuter
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Werner sorgt für Nachschub: Hausherr Werner Becker lud 1981 zum Grillen auf Buchenholz. Am späten Abend musste noch für Kleinholz gesorgt werden.

Foto: Ferdi Keuter
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Der Hausherr als Grillmeister: Als Gäste im Berghof Riesen in Kranzegg/Rettenberg erleben Ferdinand Philipp Keuter und Familie im Sommer 1981 zusammen mit anderen Feriengästen schöne Grillabende - organisiert von den Leitern des Berghofs.

Foto: Ferdi Keuter
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Müdigkeit nach dem Essen: Nachdem alles auf den Grill geschmissen wurde, was lecker ist, waren alle Grillbegeisterten im Berghof Riesen in Kranzegg/Rettenberg etwas erschöpft. Nichtsdestotrotz feierte man 1981 noch bis in die frühen Morgenstunden.

Foto: Ferdi Keuter
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Grillen im Schatten der Mühle: Die Ortsverwaltung von Naggl (Österreich) lud im September 2006 zum Grillen an der Mühle ein.

Foto: Ferdi Keuter
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Grillgut in Rauch gehüllt: Die Spezialität dieser Grillrunde in Naggl (Österreich) waren Speckspieße auf Naturholzstöcken. Aufnahme: 29.09.2006.

Foto: Ferdi Keuter
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Grillspieße: Besonders lecker, weil von Grillfreunden sehr geschätzt, sind die Grillspieße. Hier kann man alle Fleischarten mit Gemüse zu guten Grillhäppchen zusammenstecken.

Foto: Karl Schillinger
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?