Deutsche Heiligtümer Fototapete, Fischernetz, Flaschendrehen
Den Mund zu voll genommen: Bei diesem Partyspiel aus dem Jahr 1974 galt es, den Löffel mit dem Mund aus einem randvoll mit Mehl gefüllten Teller zu heben.
Typisch: Partykeller galten in den Siebzigern als Statussymbol - und ein Holzrad an der Wand als absolutes Pflichtaccessoire.
Stimmung auf Rädern: Ein Kerzenständer aus einer Radnabe und eine Cognacflasche in Kanonenform konnten schon mal die richtige Feierstimmung in den Partykeller bringen.
Darf ich bitten?: Meist war der Partykeller so klein wie die Decke niedrig war. Ein Spitzengrund für Engtanz zum Kuschel-Soundtrack.
Noch Zigaretten?: In der Nachkriegszeit galten Zigaretten als Luxusartikel - es war daher etwas Besonderes, sie seinen Gästen in großer Fülle anbieten zu können. Der Esel ganz rechts gab eine Zigarette von sich, wenn man an den Ohren zog, während der Vogel sie mit dem Schnabel aufnahm. Die Cognacflasche bildet, wenn man den Deckel hochzieht eine Zigarettenblume und spielt dazu das Lied "I did it my Way".
Nahe dran und doch so fern: Das Praktische an einem Partykeller - Rauch, Lärm und Partyüberreste blieben dem ordentlichen Wohnzimmer fern, während die Küche dicht genug dran war, um noch eben etwas zum Knabbern zu holen.
Minibar: Eine Hausbar aus den späten Fünfzigern von der Firma Wiemann aus Georgsmarienhütte. Über eine halbe Millionen Bars dieser Serie baute das Unternehmen bis Ende der Sechziger. Dann verschwand das Möbel, das gleichzeitig Fernsehschrank, Bücherregal und Hausbar war, nach und nach aus den Stuben und in den Kellern wurden Partyräume errichtet.
Gemütliches Beieinander: Auch Keller können gemütlich sein - einfach ein Sofa rein, Holzräder an die Wand, Getränke servieren, fertig.
Käsewürfelhalter: Während in den fünfziger Jahren noch Kohlköpfe oder Pampelmusen als Halterung für die Käsewürfel zum Einsatz kamen, wurde seit Mitte der Sechziger der Käsepilz, ein Vetter des Käseigels, industriell hergestellt. Bunte Plastikspieße bildeten dabei die Alternative zu Zahnstochern.
Küsse im Keller: Eines der beliebtesten Spiele in Partykellern war das Flaschendrehen - natürlich mit Küssen. Aber auch ohne Spiel konnte man sich näher kommen.
Für Musik ist gesorgt: Der Kofferplattenspieler aus den sechziger Jahren ließ sich überall bequem mit hinnehmen - und Musik durfte in einem richtigen Partykeller natürlich nicht fehlen.
Hungrige Mäuler: Bei den Partys im Keller durfte auch eine Kleinigkeit zum Essen nicht fehlen. Dies wurde durch eine große Anzahl neuer Gebrauchsgegenstände für Partys begünstigt - von Serviettenhaltern über spezielle Schalen bis hin zu Käsepilzen.
Katerstimmung: Smudo und Andy Y, die später zusammen mit Thomas D. und Michi Beck die "Fantastischen Vier" gründeten, nach einer selbstorganisierten Rap-Party.
Umfunktioniert: Ein zum Ansetzeimer für Bowle umfunktionierter Windeleimer - ein eher spezielles Accessoire für den Partykeller.
Berghütte im Keller: Gerhard Verk hatte sich in den Siebzigern über drei Jahre an der Einrichtung seine Kellerbar gearbeitet, sie war eingerichtet wie eine Berghütte und es wurde ausgelassen darin gefeiert.
Spießig: In den Fünfzigern und Sechzigern waren bunte und verzierte Cocktailspießesets sehr beliebt - insbesondere Glückssymbole oder Vogel- und Blumenmotive.
Rustikal-Gemütlich: Als besonders Gemütlich galt in den Partykellern der Siebziger die holzvertäfelte Wand und der Esstisch mit Eckbank.
Superschüssel: Pflicht auf jeder Party waren damals wie heute die Knabbereien. Froh kann sein, wer diese seinen Gästen in solch formvollendeten Servierschüsseln darbieten konnte.
Traubentraum: Im Deutschland der Siebziger ging man zum Feiern in den Keller und träumte dabei vom sonnigen Süden.
Vier Jahrzehnte Holz: Holz war neben Plastik, Glas und Keramik als Material für Partygeschirr schon immer sehr beliebt. Hier ist ein Salzstangenanbieter aus den Fünfzigern, eine Nüsseschale aus den Siebzigern, ein Cocktailzubehörset aus den Achtzigern und ein Flaschenöffner aus den Sechzigern zu sehen.
Nach dem Tanz ist vor dem Tanz: Wenn wir im Jugendcamp von Boulouris / Frankreich, das Lied "green fields" hörten, wussten wir alle, es darf wieder getanzt werden in der eigens eingerichteten Bar. Nach dem Tanz ist vor dem Tanz. Diese Damen erfrischen sich am Abend nach dem ersten Tanz mit einem kalten Bier. Links mein Freund Rainer konnte sehr gut "schwofen" und an Damenauswahl war kein Mangel. Ob er mit der jungen Frau ganz links getanzt hat, habe ich vergessen.
Die Gastgeberin Bärbel: Partyzeit im Hause Schumacher. Die Gastgeberin des Abends ist Bärbel. Sie hat allen Grund zu strahlen. Die Gäste sind gut gelaunt, die Getränke sind kalt. Solche Stimmung ist nicht bei jedem Fest vorhanden.
Eine Zigarette gehört zu so einem Kostüm dazu: Zu dieser Zeit gehörte der "Eifel-Ball" zum Muss im Eschweiler Karneval. Karten gab es nur über Mitglieder im Vorverkauf, sie waren schnell vergriffen. Die Damen opferten viel Zeit , um ihre Kostüme zu nähen. Meine Begleiterin Bärbel, hatte sich für den Japan Look entschieden.
Sie sind immer noch wie damals befreundet: Befreundete Paare gehen zusammen auf eine Tanzveranstaltung.
Von links: Bärbel, Ferdi, Hanne und Hans.
Eine Polonaise im Festzelt: Ferdi hat sie nicht immer auf Händen getragen, aber sicher sehr oft.
Junge Frauen in Aktion: Tanz ohne Rock. Es war kein Mangel an Männern, sondern ein Überhang von Tanzmuffeln.