Deutsche in der Fremdenlegion - DER SPIEGEL
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Deutsche in der Fremdenlegion Söldner unter Afrikas Sonne

In der Fremdenlegion kämpften nach Ende des Zweiten Weltkrieges Zehntausende Deutsche - zuletzt im Algerien-Krieg. Sie töteten und starben für ein paar Cent Sold, das Recht auf Anonymität und für die Sache Frankreichs. Einer der Legionäre war der Berliner Horst Pahl.
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Legionär Horst Pahl: Auf dem Kopf das charakteristische Képi, posiert der aus Berlin stammende Fremdenlegionär Horst Pahl für diese Aufnahme.

Foto: Kai Posmik
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Dienstausweis der Fremdenlegion: Das "Brevet militaire" vermerkt den Dienstgrad von Horst Pahl. Bei Ausstellung des Dokuments am 20.10.1951 war er Caporal, was dem deutschen Rang eines Gefreiten entspricht. Später wurde daraus nach einer Beförderung durch handschriftliche Ergänzung Caporal-chef oder Hauptgefreiter. Diesen Rang bekleidete der Fremdenlegionär bis zu seiner Entlassung 1956.

Foto: Kai Posmik/Claudia Walter
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Horst Pahls Orden: Während seiner Dienstzeit als Fremdenlegionär erhielt Horst Pahl diese vier Auszeichnungen. Zu sehen sind (von links nach rechts) das Croix de Guerre des Théatres d'Opérations Extérieurs (T.O.E.), eine Tapferkeitsmedaille, die "Médaille Colonial avec Agrafe Extreme Orient", die Kolonialmedaille für den Einsatz in Indochina. Dann die "Médaille Blessé", ein Verwundetenabzeichen, sowie die "Médaille Commemorative des la Campagne d'Indochine"; die Erinnerungsmedaille für die Teilnahme am Indochina-Krieg.

Foto: Kai Posmik/Claudia Walter
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Schulterstücke: Deutlich zu erkennen auf den Schulterstücken und Uniformabzeichen von Horst Pahl ist die siebenflammige Granate, das Symbol der Legion bis heute. Es geht auf das Vorgängerregiment der Fremdenlegion zurück, das Regiment Hohenlohe.

Foto: Kai Posmik/Überlassung durch die Familie von Horst Pahl
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Legionäre im Gleichschritt: Eine Abteilung der französischen Fremdenlegion verlässt während des Algerien-Krieges am 2. Februar 1960 ihre Kaserne in Sidi-Bel-Abbes, Algerien, um an einer Parade teilzunehmen. Unter den Legionären befanden sich nicht nur Franzosen, auch viel Deutsche versuchten auf diesem Weg, ihrem bisherigen Leben zu entfliehen.

Foto: AP
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Abschied von Algerien: Das 1. Bataillon der berühmten französischen Fremdenlegion präsentiert sich bei einer letzten Parade am 15. Juli 1962 im algerischen Sidi-Bel-Abbes. Mit dem Ende des Algerien-Krieges und der damit einhergehenden Unabhängigkeit des Landes zog auch die Fremdenlegion hier ab - nachdem sich die Legionäre zuvor jahrelange, gnadenlose Kämpfe mit der algerischen Freiheitsbewegung FLN geliefert hatte.

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Patrouille in Algier: Französische Fremdenlegionäre patrouilleren am 24. Januar 1957 in der algerischen Hauptstadt Algier. Wer der Legion beitrat, durfte seine Anonymität wahren und war so vor Starfverfolgung geschützt. Zeitweise stammte rund die Hälfte der Legionäre aus Deutschland.

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Marschieren für das Mutterland: Mitglieder des 5. Regiments der Fremdenlegion marschieren im Mai 1956 durch die algerische Wüste. Seit den ersten Anschlägen der Befreiungsfront FLN im November 1954 herrschte in dem französisch verwalteten Land ein brutaler Bürgerkrieg. Paris betrachtete Algerien nicht als Kolonie, sondern als Teil des Mutterlandes, da hier rund eine Million Franzosen siedelten.

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Verhaftung: Zwei Fremdenlegionäre verhaften eine Bewohnerin von Sidi-Bel-Abbes. Im Kampf gegen die algerische Unabhängigkeitsbewegung kam es auf beiden Seiten zu schweren Übergriffen und Folterungen. Die Aufnahme entstand 1955.

Foto: Getty Images
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Attacke in Algier: Immer wieder kam es während des Algerien-Kriegs zu Anschlägen, vor allem in der Hauptstadt Algier. Dieses Attentat im Juni 1957 während einer profranzösischen Demonstration war ein Racheakt für einen vorangegangenen Angriff auf ein Casino in dem Vorort Eugene, bei dem sieben Menschen starben und 83 verletzt worden waren.

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De Gaulle an der Front: General Charles de Gaulle während eines Truppenbesuchs in Algerien am 1. August 1959. Weil de Gaule Algerien in die Unabhängigkeit entlassen wollte, putschten im Mai 1961 Teile des französischen Militärs gegen den Staatspräsidenten. Auch Fallschirmjäger der Fremdenlegion waren beteiligt; zwei deutsche Legionäre wurden nach dem Scheitern des Coups zum Tode verurteilt und hingerichtet.

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Gegendemonstration: Anhänger der Zugehörigkeit Algeriens zu Frankreich demonstrieren mit der Trikolore an einer von französischen Soldaten besetzten Barrikade in Algier. Auch wenn nicht das ganze Land hinter der Befreiungsbewegung FLN stand, mussten die Franzosen dem Land 1962 schließlich im Abkommen von Evian die Unabhängigkeit zugestehen.

Foto: Getty Images
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