Deutsche Kolonialgeschichte - DER SPIEGEL
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Deutsche Kolonialgeschichte Der Münchhausen der Südsee

Die Kaisertreuen feierten ihn als Held, er selbst fühlte sich als zweiter Humboldt: Hauptmann Hermann Detzner hatte sich im Ersten Weltkrieg der Kapitulation Deutsch-Neuguineas widersetzt und berichtete später von seiner abenteuerlichen Durchquerung des Kaiser-Wilhelms-Landes. Fast wäre er mit dieser Pioniertat in die Geschichte eingegangen.
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Postkarte aus Deutsch-Neuguinea: Eine Kolonialszene mit Baumhaus, "Eingeborenen" und einem Mitglied der farbigen Schutztruppe

Foto: PD
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Pfennigmünzen der Neuguinea-Kompagnie: Die Neuguinea-Kompagnie hatte alle Hoheitsrechte, so auch ihr eigenes Geld

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Hermann Detzner "Vier Jahre unter Kannibalen": Hermann Detzner war Hauptmann der deutschen Schutztruppe in Deutsch-Neuguinea und hatte im Ersten Weltkrieg nach der Besetzung der Kolonie durch Australier und Engländer bis Kriegsende nicht kapituliert. Über seine Erlebnisse in Deutsch-Neuguinea berichtet er 1920 in dem Buch "Vier Jahre unter Kannibalen", allerdings vermischt er dabei Realität und Fiktion.

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Hermann Detzner: Hauptmann der deutschen Schutztruppe in Deutsch-Neuguinea

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Deutsche in der Südsee: Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich auch das deutsche Kaiserreich seinen "Platz an der Sonne" in Form von Kolonien verschafft. Dazu gehörte auch der Nordosten von Neuguinea, "Kaiser-Willhelms-Land" (heute Republik Papua-Neuguinea). Hier sind einige deutsche Kolonialherren mit "eingeborenen Schutztrupplern" zu sehen.

Foto: Bildarchiv der Deutschen Kolonialgesellschaft
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Für den Kaiser: Marine-Soldaten beim Hissen der deutschen Flagge in Apia auf der Insel Upolu, damals ein Teil von Deutsch-Samoa

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Kaisergeburtstag: Junge Frauen in der Kolonie Deutsch-Samoa bei einer Darbietung anlässlich des Geburtstags von Kaiser Wilhelm II. Im Hintergrund (l.) steht mit einem Blumenkranz um den Hals der Gouverneur Wilhelm Solf.

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Wohlwollend und paternalistisch: Die Besatzungsmitglieder eines deutschen Schiffs, das zwischen den Südseekolonien des Kaiserreichs verkehrt, lassen sich mit Insulanern fotografieren

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Union Jack: An einem ehemals deutschen Bezirksamt in Deutsch-Samoa wird die englische Flagge gehisst. Mit dem verlorenen Ersten Weltkrieg musste Deutschland auch seine Kolonien abgeben.

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Kaiser Wilhelm II.: Porträt des letzten deutschen Kaisers, aus dem Jahre 1905. Das "Wilhelmische Zeitalter" endete nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg am 10. November 1918, als der deutsche Kaiser ins holländische Exil ging, wo er am 4. Juni 1941 auf Schloss Doorn starb. Berühmt wurde seine Forderung nach einem "Platz an der Sonne" - deutschen Kolonien.

Foto: B1620 Jürgen Diener/ DPA
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