Deutsche Kolonialgeschichte - DER SPIEGEL
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Deutsche Kolonialgeschichte Das unverdorbene Eiland

Selbstbestimmung, Umweltpflege, zweisprachige Schulen - eine ungewöhnlich sanfte Brise bestimmte die letzten Tage deutscher Herrschaft auf Samoa. Gouverneur Wilhelm Solf schuf in der Südsee ein kleines Paradies.
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Union Jack: An einem ehemals deutschen Bezirksamt in Deutsch-Samoa wird die englische Flagge gehisst. Mit dem verlorenen Ersten Weltkrieg musste Deutschland auch seine Kolonien abgeben.

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Für den Kaiser: Marine-Soldaten beim Hissen der deutschen Flagge in Apia auf der Insel Upolu, damals ein Teil von Deutsch-Samoa.

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Johan Cesar VI. Godeffroy: Der Hamburger Überseekaufmann, Reeder und Werftbesitzer Johan Cesar Godeffroy war ein früher "global player" und in der Südsee aktiv. Seine umfangreichen Aktivitäten in Australien und Samoa brachten ihm den Titel "Südseekönig" ein. Er befehligte eine Flotte von 100 Schiffen und besaß ein Netz aus 45 Handelsposten. Aufgrund mangelnder Liquidität stellte die Firma am 1. Dezember 1879 die Zahlungen ein.

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Kaisergeburtstag: Junge Frauen in der Kolonie Deutsch-Samoa bei einer Darbietung anlässlich des Geburtstages von Kaiser Wilhelm II. Im Hintergrund (l.) steht mit einem Blumenkranz um den Hals der Gouverneur Wilhelm Solf.

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Wappen von Deutsch-Samoa: Den Samoanern wurde in der "samoanischen Selbstverwaltung" eine Autonomie zugestanden, die damals nicht selbstverständlich war. Der Gouverneur Wilhelm Solf ordnete an, dass jede Familie jährlich 50 Kokospalmen auf ihren brachliegenden Ländereien anzupflanzen hatte.

Foto: Jürgen Ritter
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Gruß aus Samoa: Ein Postkartenmotiv aus Deutsch-Samoa.

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