Deutsche Raumfahrer: Elf waren schon im All - DER SPIEGEL
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Deutsche im All Diese Elf war schon da

Noch kein Jahr ist es her, dass mit Alexander Gerst ein Astronaut aus Deutschland im Weltall war - doch nach Plänen der Europäischen Raumfahrtagentur soll ihm bald ein nächster folgen. Die Deutschen fühlen sich zunehmend wohl im All, wie diese Bilder zeigen.
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Erster! Sigmund Jähn brach am 26. August 1978 als erster Deutscher ins All auf . Der DDR-Bürger flog mit dem Raumschiff Sojus-31 zur sowjetischen Raumstation "Saljut 6". Jähn ist 1937 im Vogtland (Sachsen) geboren und studierte an der Militärakademie der Sowjetischen Luftstreitkräfte Monino.

Foto: G. Kowalski
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Vielflieger: Raumfahrer Ulf Merbold (Jahrgang 1941) kann auf 55 Tage im Weltall bei insgesamt drei Missionen zurückblicken. Damit ist er der Deutsche, der die meisten Flüge ins All aufweisen kann. Als er am 28. November 1983 an Bord der Raumfähre "Columbia" vom Kennedy Space Center abhob, war er der erste Ausländer überhaupt, der mit einem amerikanischen Space Shuttle ins All flog. Später wollte er gern Politiker in den Weltraum   schießen.

Foto: DLR
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Teamplayer: Ernst Messerschmid (Jahrgang 1945) flog am 30. Oktober 1985 mit dem Space Shuttle "Columbia" ins Weltall. Mit dabei war sein Kollege Reinhard Furrer. Mit diesem und mit Ulf Merbold hatte der Physiker zuvor seine Ausbildung zum Astronauten absolviert - später leitete er selbst einige Jahre das Europäische Astronautenzentrum in Köln-Porz.

Foto: DLR
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Vor der Spacelab-Mission (1983): "Ich flieg da mit", soll Reinhard Furrer (links, rechts Ernst Messerschmid) gesagt haben, bevor er sich als Wissenschaftsastronaut bei der damaligen Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt bewarb. Er behielt Recht: 699 Konkurrenten ließ er hinter sich. Am 30. Oktober 1985 hob Furrer mit dem Space Shuttle "Challenger" ab.

Foto: NASA
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Shuttle Mission STS-55: Am 26. April 1993 startete Ulrich Walter (oben rechts im Bild) gemeinsam mit Hans Schlegel (oben, zweiter von links) und fünf weiteren Astronauten der D2-Mission in den Weltraum. Das Space Shuttle "Columbia" brachte das zweite mehrfach nutzbare deutsche Raumlabor (Spacelab) in den Orbit.

Foto: NASA
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Mit Zwischenstopp: Am 26. April 1993 flog Hans Schlegel im Rahmen der zweiten deutschen Spacelab-Mission (D2) als fünfter deutscher Astronaut in den Weltraum. 15 Jahre nach seiner ersten Mission startete Schlegel am 7. Februar 2008 erneut ins All. Zuvor hatte er ein knapp zweijähriges Training absolviert, um optimal auf den Einsatz vorbereitet zu sein.

Foto: HO/ REUTERS
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Hans Schlegel (13. Februar 2008): Während der Mission STS-122 montieren die Astronauten   das Esa-Raumlabor "Columbus" an der Internationalen Raumstation ISS. Heute arbeitet Hans Schlegel, der 1951 in Überlingen/Friedrichshafen geboren wurde, weiter in seiner Funktion als leitender Esa-Astronaut.

Foto: AFP
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Mission Mir 92: Der Offizier und Testpilot Klaus-Dietrich Flade, geboren 1952, wurde 1990 Mitglied des Deutschen Astronautenteams und gehörte zum Team der Mission Mir 92. Mit an Bord war neben seinen Kollegen noch ein weiterer Gast: die Maus aus der gleichnamigen WDR-Sendung.

Foto: DLR
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Der Berater: Reinhold Ewald (hier 1997 mit Jürgen Rüttgers) wurde 1990 ins Astronautenteam berufen. Wie schon Sigmund Jähn 14 Jahre vor ihm, erlernte Ewald im Kosmonautenausbildungszentrum Sternenstädtchen bei Moskau den Beruf des Raumfahrers. Ins All gehen sollte es aber erst 1997 im Rahmen der zweiten deutsch-russischen Mission Mir '97. Heute arbeitet Ewald (Jahrgang 1956) als Berater des Leiters des Kabinetts des Esa-Generaldirektors in Paris.

Foto: HERMANN J. KNIPPERTZ/ ASSOCIATED PRESS
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Der Kartierer: Gerhard Thiele wurde 1953 in Heidenheim-Brenz bei Ulm geboren - 47 Jahre später flog er ins All. Die Mission STS-99 hatte zum Ziel, Daten für die erste dreidimensionale digitale Karte der Erdoberfläche für den gesamten Globus zu sammeln. Nach seinem erfolgreichen Flug arbeitete Thiele als sogenannter Capsule Communicator für die Nasa, also als Kommunikator zwischen der Bodenstation und den Astronauten im All. Thiele war der erste europäische Astronaut, der diese Tätigkeit ausübte.

Foto: Nasa/ dpa
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Rekordflieger: Schon als Kind war der 1958 geborene Thomas Reiter fasziniert vom Weltall und hatte nur einen Berufswunsch: Astronaut. Der Zufall kam ihm zur Hilfe, als die Europäische Weltraumorganisation (Esa) 1989 Piloten für die zweite Astronautengruppe suchte. Als einer von sechs weiteren Kandidaten wurde Thomas Reiter 1972 aus 22.000 Bewerbern ausgewählt. 1995 war er Mitglied der Mission Euromir 95...

Foto: Anonymous/ ASSOCIATED PRESS
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...der mit 179 Tagen längsten bemannten Raummission der Esa. 2006 arbeitete Thomas Reiter als erster Europäer 171 Tag lang an Bord der ISS. Seit 2011 ist er Direktor für bemannte Raumfahrt bei der Europäischen Weltraumorganisation. In dieser Position kritisierte er die Effekthascherei in der Raumfahrt .

Foto: HERMANN J. KNIPPERTZ/ ASSOCIATED PRESS
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Mission "Blue Dot": Alexander Gerst wurde 2009 in das Astronautenkorps der Europäischen Weltraumorganisation Esa berufen. Am 28. Mai 2014 flog er zur ISS und absolvierte während seines Aufenthalts gemeinsam mit Reid Wiseman einen spektakulären Außeneinsatz.

Foto: DPA/ESA
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Der Twitterer: Mit seine Fotos und Tweets von Bord der ISS erzielte Gerst große Aufmerksamkeit in Deutschland. Mit dem Post "Let's take a walk on the wild side" verabschiedete er sich im November 2014 beinah wehmütig aus dem All - er könne sich neue Einsätze vorstellen. Mitte 2015 gilt er bereits als Kandidat für einen Flug zum Mond. Wenn es möglich wäre, würde er sogar zum Mars fliegen .

Foto: Oliver Berg/ dpa
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