Deutsche Showlegende - DER SPIEGEL
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Deutsche Showlegende "Zander, das war sooo geil"

Er kam als Kurt und schockierte als Nick-Nack-Man: Während andere mit Schlagern Erfolge feierten, mischte Frank Zander die Musikszene jahrzehntelang mit schrägen Nummern wie "Oh Susi" auf. Zu seinem 70. Geburtstag spricht er über verflixte Shows, verbotene Songs - und warum er gerade an einem Grabstein bastelt.
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"Schickeria-King": Sänger Frank Zander singt für eine Fernsehshow des MDR am 14. Oktober 1999 in Chemnitz seinen Hit "Hier kommt Kurt". Mit Hut, Sonnenbrille und Trenchcoat verkleidet, schlüpft er in die Rolle des obercoolen "Mister Knackig", wie es in dem Song heißt.

Zander wurde vor allem bekannt für die Texte seiner Blödel-Songs. Als Kurt singt er weiter: "K wie kernig und Kanone, absolut und optimal. Jede kennt mich, jede will mich, ob aus Liebe oder Zorn. Wenn sie seh'n, was Kurt für'n Kerl ist, woll'n sie Kurt sofort von vorn'!"

"Hier kommt Kurt" erschien 1990 - und ist der Song, für den Zander bis heute am meisten erinnert wird.

Foto: Wolfgang Thieme/ dpa
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Schön hierbleiben: Zander ist Berliner, und als Berliner ist er Herthaner, also Fan des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Und die Liebe des Sängers zu den Kickern ist innig. 1993 schrieb er die Vereinshymne "Nur nach Hause", die seither vor und nach jedem Heimspiel gespielt wird. Angesprochen auf seine Karrierehöhepunkte nennt Zander auch seine regelmäßigen Auftritte im Olympiastadion, "wenn ich mein 'Nur nach Hause' singen darf."

Hier tritt er am 15. Mai 2011 in der Ostkurve des Berliner Olympiastadions vor dem Spiel seiner Hertha gegen den FC Augsburg auf - ausgestattet mit Sonnenbrille, Schal und Gitarre in den Vereinsfarben.

Foto: dpa
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Schlagerschreiber: Die Aufnahme zeigt das Cover zu Zanders Single-Album mit den Songs "Disco-Polka" und "Tango Mungo" von 1976. In den siebziger Jahren war Zander auch als Song-Schreiber für Bernhard Brink, Christian Anders und Gunter Gabriel aktiv, Ende der Neunziger dann für die Band Illegal 2001.

Der Erfolg von "Disco-Polka" war dem Sänger zunächst gar nicht bewusst, schließlich habe ihm damals beim WDR niemand gesagt, "dass es die Single auf Platz eins geschafft hatte", so Zander im einestages-Gespräch.

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Weihnachtsfeier: Seit 1995 organisiert Zander eine jährliche Weihnachtsfeier für inzwischen über 3000 Obdachlose in Berlin und serviert auch schon mal selbst den Gänesebraten - wie hier am 22. Dezember 2005. Für sein Engagement wurde er unter anderem mit der Ehrennadel der Stadt Berlin (2007) und im Jahr 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Foto: AP
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Asterix und Obelix: Frank Zander, links, synchronisierte zusammen mit seinem Freund, dem 2003 verstorbenen Schauspieler Günter Pfitzmann, den Film "Asterix der Gallier" in der Neuvertonung von 1984. Zander sprach den Asterix und Pfitzmann den Obelix.

Zanders erste Synchronisation war der Schmetterling in "Das letzte Einhorn" - und der 70-Jährige wundert sich bis heute, dass er ausgerechnet auf diese eher kleine Rolle "immer wieder angesprochen" wird.

Foto: dpa
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Frank Zander: Die Aufnahme zeigt das Cover des Single-Albums zu Zanders Songs "Die Frau von gegenüber" und "Disco Planet" von 1978 des Labels "Der andere Song". "Die Frau von gegenüber" war immerhin eine Woche in den deutschen Top Ten.

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Adaption: Am 14. April 2007 singt Frank Zander bei der Generalprobe der Sendung "Willkommen bei Carmen Nebel" in Berlin seinen neuen Titel "Hier kommt Knut". Der Song war eine Liebeserklärung an den berühmten Eisbären aus dem Berliner Zoo - und eine Anspielung an Zanders großen Erfolg "Hier kommt Kurt".

Foto: dpa
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Knorkator und Frank Zander: Schlagersänger Frank Zander tritt bei einem Konzert der deutschen Punkgruppe Knorkator am 14. September 2005 in Berlin auf. Rechts Gero Ivers alias Stumpen. Zanders Wurzeln liegen ohnehin im Hardrock. Wen wundert es da, dass bei Auftritten auch mal ACDC gespielt wird - mit dem Song "Thunderstruck". Thunder! klingt halt fast wie Zander!

Foto: dpa
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Pilli Willi: Die Aufnahme zeigt das Cover des Single-Albums zu Zanders Songs "Captain Starlight" und "Pilli Willi - Der Telefonanist" von 1979 des Labels "Der andere Song". Gerade letzterer Song zeigt Zanders Freude an grenzwertigen Wortspielen, die er auch in seinem neuen Song zeigt. Dort geht es unter anderem um "Blasen-Bärbel", "Drüsen-Doris" und "Samen-Sören".

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"Wunschbox": Frank Zander, rechts, ist am 24. Februar 1998 in der ARD-Fernsehshow "Wunschbox" zu Gast und wird von brasilianischen Sambatänzerinnen umrahmt.

Foto: ARD/dpa
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Siebziger-Ikone: Am 2. November 2002 präsentierte Carlo von Tiedemann, rechts, im NDR die Show "Hossa! Die Hits der 70er-Jahre". Und natürlich war auch Frank Zander da. Denn die Siebziger waren sein Jahrzehnt. Ob "Der Ur-Urenkel von Frankenstein", "Nick-Nack-Man" (beide 1975), "Oh, Susi" von 1977 oder "Die Frau von gegenüber" 1978 - Zander war regelmäßig in den Charts vertreten.

Foto: NDR/www.image-point.de/Uwe Ernst
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Diese Zanders! Frank Zander, seine Frau Evy und Sohn Marcus Zander sind am 20. September 2006 Gäste bei der Verleihung der "Goldenen Henne" im Berliner Friedrichstadtpalast. Marcus Zander führt die Geschäfte bei handgebrannt.de. Dort kann man Geburtstags-CDs bestellen, die Frank Zander mit dem jeweiligen Namen besingt.

Foto: Getty Images
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Zander und Susi: Die Aufnahme zeigt das Plattencover von Frank Zanders Single-Album mit den Titeln "Rosita" und "Oh Susi" von 1976. "Oh Susi" war ursprünglich eine B-Seite, wurde jedoch nach begeisterten Höreranrufen nach einer Vorstellung im WDR-Nachtprogramm zu einer Single - und Nummer eins.

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Vampir: Zander bei der Premiere des Musicals "Tanz der Vampire" im Berliner Theater des Westens 2006. Kostüme waren immer seine große Leidenschaft, ob beim "Nick-Nack-Man", "Frankenstein" oder "Kurt" - er denke bei Songs und deren Hauptfiguren immer in Bildern, sagt Zander im einestages-Interview.

Foto: Getty Images
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