Deutsche Wiedervereinigung "Jim, bist du sicher, dass Kohl einverstanden ist?"
Präsident und Minister: US-Präsident George Bush und sein Außenminister James Baker im Oval Office des Weißen Hauses im April 1989.
Entscheider im Weißen Haus: US-Präsident George Bush (2.v.r.) mit seinem Nationalen Sicherheitsberater Brent Scowcroft (l., stehend), Stabschef John Sununu (l., sitzend), Außenminister James Baker (3.v.l.) und Verteidigungsminister Dick Cheney (r.) bei der Morgenlage im Weißen Haus am 8. August 1990.
Deutsch-deutsche Grenzöffnung: Die Nachricht vom Mauerfall erhielt US-Außenminister James Baker während eines Mittagessens zu Ehren der philippinischen Präsidentin Corazon Aquino im State Department - bewegt verlas er die Meldung und brachte einen Toast auf das historische Ereignis aus. Die folgenden Wochen verbrachte Baker fast durchgängig am Telefon, um die welterschütternden Folgen des Mauerfalls diplomatisch in den Griff zu bekommen. Das Foto entstand in der Nacht zum 11. November 1989 in Berlin.
Durchbruch im Kaukasus: Am 15. Juli 1990 macht der sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow (M.) bei dem Besuch von Bundeskanzler Helmut Kohl (r.) und Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher in Stawropol (Kaukasus) endgültig den Weg für die deutsche Einheit frei. Bereits im Mai hatte Gorbatschow bei einem Amerikabesuch gegenüber US-Präsident George Bush den sowjetischen Widerstand gegen eine Nato-Mitgliedschaft des wiedervereinigten Deutschland aufgegeben.
Amtskollegen Baker, Meckel: US-Außenminister James Baker (r.) im Gespräch mit DDR-Außenminister Markus Meckel. Der oppositionelle Pfarrer und Mitbegründer der ostdeutschen SDP war nach den freien Wahlen in der DDR vom 18. März 1990 Chef der DDR-Diplomatie geworden. Für die Noch-DDR verhandelte er in dieser Funktion den Zwei-plus-Vier-Vertrag, mit dem die Wiedervereinigung außenpolitisch abgesichert wurde.
Verbündete: US-Präsident George Bush (M.) mit seinem Außenminister James Baker (l.), und dessen deutschem Amtskollegen Hans-Dietrich Genscher bei der Unterzeichnung des START-Vertrags am 19. November 1990, sechs Wochen nach der deutschen Wiedervereinigung.
George H. W. Bush: Zum 40. Geburtstag der alten Bundesrepublik im Mai 1989 erhob US-Präsident George Bush Westdeutschland in einer vielbeachteten Rede in Mainz zum "Partner in Leadership" der USA. Zuvor war es zwischen US-Außenminister James Baker und Bushs Nationalem Sicherheitsberater Brent Scowcroft zum Streit darüber gekommen, ob in dieser Rede die Wiedervereinigung auf die Tagesordnung gesetzt werden sollte. Scowcroft setzte sich durch und strich die von Baker eingefügte Passage.
Begrüßung in Bonn: Der sowjetische Staatsgast Michail Gorbatschow schüttelt am 12. Juni 1989 im Park der Villa Hammerschmidt in Bonn Zaungästen die Hand. US-Außenminister James Baker betrachtete die UdSSR zwar als "Großmacht im Abstieg", fürchtete aber, der charismatische Gorbatschow könnte die westliche Öffentlichkeit gegen ihre Regierungen ausspielen.
Baker und Schewardnadse: US-Außenminister James Baker und sein sowjetischer Amtskollege Eduard Schewardnadse diskutieren beim Treffen der Außenminister im kanadischen Ottawa am 13. Februar 1990. Am Rande dieser sogenannten Open-Skies-Konferenz einigten sich die Supermächte auf die "Zwei-Plus-Vier"-Formel für die Verhandlungen über die deutsche Einheit. Demnach sollten an dem Prozess beide deutsche Staaten sowie die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs - Großbritannien, Frankreich, die USA und die Sowjetunion - teilnehmen.
Außenminister Baker und Schewardnadse: Der amerikanische Außenminister James Baker (l.) beim Small Talk mit seinem sowjetischen Amtskollegen Eduard Schewardnadse am 8. November 1990
Reagan am Brandenburger Tor: Der damalige US-Präsident Ronald Reagan hatte im Juni 1987 in einer Rede am Brandenburger Tor den sowjetischen Generalsekretär Michail Gorbatschow direkt angesprochen und aufgefordert, die Mauer niederzureißen. James Baker, ab Januar 1989 Außenminister von Reagans Amtsnachfolger George Bush, hielt die US-Ostpolitik der späten Reagan-Jahre für "naiv" und "sentimental". Eine Wiedervereinigung Deutschlands war nach seiner Ansicht am ehesten durch nüchterne Interessenpolitik gegenüber der UdSSR realisierbar.