Deutscher Buchpreis 2019 Diese Bücher stehen auf der Shortlist
Aus 203 eingereichten Titeln hat die siebenköpfige Jury das Feld für den Deutschen Buchpreis auf sechs Romane verkleinert. Die Auswahl treffen 2019: Jörg Magenau (freier Literaturkritiker und Jurysprecher), Petra Hartlieb (Hartliebs Bücher, Wien), Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt am Main), Björn Lauer (Hugendubel Frankfurt), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk), Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin) und Margarete von Schwarzkopf (Autorin und Literaturkritikerin).
Zu den Ausgewählten zählt Raphaela Edelbauer, 1990 in Wien geboren.
Ihr Debütroman "Das flüssige Land" handelt von einem Ort, unter dem ein riesiger Hohlraum entstanden ist. Er ist bei Klett-Cotta erschienen.
Auch Miku Sophie Kühmel hat es mit ihrem Debütroman auf die Shortlist geschafft. Die Autorin wurde 1992 in Gotha geboren.
Der Titel ihres Romans, "Kintsugi" (S. Fischer Verlag), beschreibt eine japanische Kunsthandwerktechnik, in der Brüche in Geschirr mit Gold gefüllt werden. Im Buch geht es allerdings um Brüche in Beziehungen.
Er ist der vielleicht überraschendste Shortlist-Name: Tonio Schachinger, 1992 in New Delhi geboren und in Wien ansässig, hat seinen Debütroman bei dem kleinen Verlag Kremayr und Scheriau veröffentlicht.
"Nicht wie ihr" handelt von Ivo Trifunovic, einem Fußballprofi, dessen Leben abseits des Spielfeldes aus den Fugen gerät.
Norbert Scheuer, Jahrgang 1951 und damit der Senior der Shortlist, lebt als freier Schriftsteller in der Eifel.
Dort spielen auch immer wieder seine Romane. So auch "Winterbienen" (C.H. Beck), in dem die Geschichte eines Mannes erzählt wird, der im Januar 1944 versucht, Juden in präparierten Bienenstöcken ins besetzte Belgien zu retten.
Wie Scheuer steht auch Sasa Stanisic zum zweiten Mal mit einem Roman auf der Buchpreis-Shortlist. Er wurde 1978 in Visegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland.
Von dieser "Herkunft" handelt sein Buch, das im Luchterhand-Verlag erschienen ist: In verschiedenen literarischen Annäherungen zeichnet er das Leben seiner Familie und sein eigenes nach.
Jackie Thomae, geboren 1972, ist in Leipzig und Berlin aufgewachsen. 2015 erschien ihr Debütroman "Momente der Klarheit".
Ihr zweiter Roman "Brüder" beschreibt zwei Männer, die den gleichen Vater haben - einen Afrikaner, der in der DDR studiert hat -, aber ganz unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen haben.
Welches dieser sechs Bücher nach Ansicht der Jury der "Roman des Jahres" ist, wird am 14. Oktober 2019 zum Auftakt der Buchmessenwoche in Frankfurt am Main bekannt gegeben.