Deutschland vs. Algerien Hauptsache gewonnen
Erschöpft, aber erleichtert: Die DFB-Elf ist nach dem hart umkämpften 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Algerien auf dem Weg in die Kabine.
Die Algerier hingegen waren enttäuscht, dass sie ihre Chancen liegengelassen haben.
Bastian Schweinsteiger (l.) oder Sami Khedira - das war vor Anpfiff die große Frage. Löw entschied sich für den Münchner.
Ein früher Wachrüttler: Nach einem Konter der Algerier muss Manuel Neuer in der achten Minute außerhalb des Strafraums vor Islam Slimani (r.) klären.
Deutschland wackelt in der Anfangsphase gehörig - Algerien hatte bereits nach wenigen Minuten einige gute Chancen zur Führung.
Hier verpasst Faouzi Ghoulam (M.) das erste Tor für Algerien nur knapp.
Wenig später war der Ball tatsächlich im deutschen Gehäuse - allerdings hatte Soudani aus einer Abseitsposition heraus getroffen.
So planlos und chaotisch die deutsche Nationalmannschaft auch spielte - Chancen hatte das Team dennoch. Bei Schweinsteigers Distanzschuss und...
...bei Götzes Versuch aus kurzer Distanz hielt Algeriens Keeper Rais M'Bolhi allerdings glänzend.
Auch Toni Kroos versuchte es mit einem Fernschuss - der allerdings über die Latte ging.
Löw reagierte: Zur zweiten Hälfte brachte der Bundestrainer André Schürrle für Mario Götze.
Die Deutschen wurden besser: Shkodran Mustafi (l.) vergab jedoch eine gute Kopfballmöglichkeit.
Hektische Szene in der 50. Minute: Nach einer Ecke hatte Manuel Neuer zunächst Probleme, den Ball unter Kontrolle zu bekommen. Doch schon im nächsten Moment folgte ein genialer Abwurf des Münchners auf Schürrle, der in höchster Not von der algerischen Defensive gestoppt wird.
Das war knapp: Kapitän Philipp Lahm versuchte es mit einem Fernschuss, den Algeriens Torhüter M'Bolhi mit einigem Aufwand zur Ecke klären musste.
Löw muss zum zweiten Mal wechseln - dieses Mal unfreiwillig: Außenverteidiger Mustafi musste verletzt runter, für ihn kam Sami Khedira. Lahm rückte zurück auf die rechte Seite.
Unschöne Fan-Einwirkung: In der zweiten Hälfte gab es einen versuchten Laserpointer-Angriff auf Neuer.
Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hätte Müller alles klar machen können. Doch erst scheiterte er mit einem Kopfball, dann aus etwa elf Metern mit dem Außenrist.
Es ging in die Verlängerung - und dort konnten die Deutschen dann auch jubeln (92. Minute).
Schürrle traf zur 1:0-Führung.
Für den Einwechselspieler war es das erste Tor bei dieser WM.
Kurz vor dem Abpfiff erhöhte Mesut Özil auf 2:0.
Der Bundestrainer konnte nach einem nervenaufreibenden Spiel aufatmen.
Algerien konnte in der Nachspielzeit durch Abdelmoumene Djabou zwar noch einmal verkürzen - doch es blieb beim Sieg für Deutschland.
Nun wartet Frankreich im Viertelfinale.
Die Erleichterung über den Sieg gegen die starken Algerier war allen Spielern anzusehen.
Die deutschen Torschützen verabschieden sich von ihren Fans: Mesut Özil (l.) und André Schürrle.