Deutschland gegen Frankreich: Der Frau-gegen-Frau-Vergleich - DER SPIEGEL
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Deutschland gegen Frankreich Der Frau-gegen-Frau-Vergleich

Spitzenspiel gegen Frankreich: Die deutsche Nationalmannschaft kämpft im dritten Spiel der Frauenfußball-WM um den Gruppensieg. Beide Mannschaften starteten mit zwei Siegen ins Turnier. SPIEGEL ONLINE stellt die Teams gegenüber - Frau gegen Frau.
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Nadine Angerer vs. Bérangère Sapowicz: Angerer gilt als eine der besten Torhüterinnen der Welt. Bei dieser WM konnte sich die 32-Jährige bislang aber kaum auszeichnen. Gegen Christine Sinclairs Freistoß im Kanada-Spiel war sie machtlos, gegen Nigeria beschäftigungslos. Sapowicz ist mit 1,66 Meter Körpergröße relativ klein für eine Torfrau. Anders als Angerer blieb die Torhüterin von Paris St. Germain im laufenden Wettbewerb bislang ohne Gegentor.

Foto: REUTERS; AFP
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Babett Peter vs. Camille Abily: Eigentlich schaltet sich Außenverteidigerin Peter - wie bei ihrer Vorlage zum 1:0 gegen Kanada - gerne mit in die Offensive ein. Ob sie gegen Frankreich oft dazu kommen wird, ist fraglich. Mit Abily trifft sie auf der Außenbahn auf eine der Führungsspielerinnen im französischen Team. Bei der WM 2011 blieb sie trotz eines Treffers gegen Kanada meist im Schatten ihres Pendants auf der Linken: Louisa Nécib.

Foto: Getty Images; dapd
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Annike Krahn vs. Marie-Laure Delie: Krahn verfügt über die wichtigsten Eigenschaften einer Innenverteidigerin: gutes Stellungsspiel und starkes Zweikampfverhalten. Sie wird es mit Frankreichs einziger Stürmerin Delie zu tun haben. Die 23-Jährige ist eine typische Strafraumstürmerin: Sie kann sich durchsetzen und ist überaus kopfballstark. Beim Auftaktsieg Frankreichs gegen Nigeria erzielte sie den 1:0-Siegtreffer, gegen Kanada (4:0) ließ sie mehrere Chancen liegen und wurde nach 74. Minuten ausgewechselt.

Foto: DPA; AP
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Saskia Bartusiak vs. Gaëtane Thiney: Bis auf wenige Aussetzer ist Bartusiak eine zuverlässige Innenverteidigerin, die mit dem Selbstbewusstsein einer starken Bundesliga-Saison und WM-Vorbereitung ins Turnier startete. Gegen Frankreich gilt es für sie, Spielmacherin Thiney vom Tor fernzuhalten. Die Französin zieht die Fäden im Spiel von Trainer Bruno Bini und zeigte mit zwei Treffern beim 4:0-Erfolg über Kanada, dass sie auch torgefährlich sein kann.

Foto: dapd; AFP
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Bianca Schmidt vs. Louisa Nécib: Bianca Schmidt, 21, gehört auch zur jungen Generation im deutschen Team. Bisher war die Rechtsverteidigerin nicht an Stammkraft Linda Bresonik vorbeigekommen, profitierte nun aber von deren Margen-Darm-Infekt. Schmidt war auch schon 2009 beim Gewinn der Europameisterschaft dabei, kam bisher aber insgesamt auf erst 15 Länderspiele. Kann sie gegen eine der auffälligsten Spielerinnen des Turniers bestehen? Linksaußen Nécib wird wegen ihrer Ballbehandlung bereits mit Zinédine Zidane verglichen, die 24-Jährige von Champions-League-Sieger Olympique Lyon legte das 1:0 gegen Nigeria auf und glänzte auch gegen Kanada als Vorbereiterin.

Foto: Getty Images
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Simone Laudehr vs. Élise Bussaglia: Laudehr zählt nicht nur wegen ihres Siegtreffers gegen Nigeria zu den besten deutschen Spielerinnen des laufenden Wettbewerbs. Als "Aggressive Leader" wird es ihre Aufgabe sein, das französische Offensiv-Spiel zu stören. Ihr Gegenpart im defensiven Mittelfeld Frankreichs ist die 25-jährige Bussaglia. Sie versucht ihr Glück gerne auch aus der Distanz und erzielte in 83 Länderspielen 18 Tore.

Foto: DPA; Getty Images
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Lena Goeßling vs. Sandrine Soubeyrand: Erstes WM-Spiel für Lena Goeßling. Die 25-Jährige war eigentlich für die Innenverteidigung vorgesehen und spielte dort auch in der Vorbereitung. Nun ist sie im defensiven Mittelfeld gefordert und muss die kurzfristig ausgefallene Kim Kulig ersetzen. Im defensiven Mittelfeld bekommt es Goeßling mit Rekordnationalspielerin Soubeyrand (163 Länderspiele) zu tun. Die 37-jährige Kapitänin ordnet das französische Spiel, konnte sich offensiv bislang aber nur selten in Szene setzen.

Foto: dapd;dpa
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Fatmire Bajramaj vs. Laure Lepailleur: Es sollte ihre WM werden, doch bislang läuft das Turnier für Technikerin Bajramaj enttäuschend. Die 23-Jährige verlor ihren Stammplatz und agierte nach ihren Einwechslungen glücklos. Nach der Verletzung von Melanie Behringer könnte sie eine neue Chance erhalten. Auf der linken Außenbahn trifft sie auf die Französin Lepailleur. Im ersten Spiel wurde die Außenverteidigerin für Wendie Renard (Adduktorenprobleme) eingewechselt. Gegen Kanada spielte sie von Anfang an und wurde von den schwachen Nordamerikanerinnen kaum gefordert.

Foto: Getty Images; dapd
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Kerstin Garefrekes vs. Sonia Bompastor: Garefrekes hat einen wechselhaften WM-Start hinter sich. War sie gegen Kanada mit einem Tor und einer Vorlage noch die Matchwinnerin, blieb sie gegen Nigeria wie die gesamte DFB-Offensive wirkungslos. Gegen Frankreich muss sie sich auf der rechten Außenbahn gegen die erfahrene Abwehrspielerin Bompastor behaupten. Die 31-Jährige gehört zu dem französischen Lyon-Block und ist die Chefin in der Hintermannschaft von Trainer Bini.

Foto: AFP; Getty Images
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Inka Grings vs. Sabrina Viguier: Bislang fungierte Grings nur als Joker, nun profitiert sie von dem Leistungstief von Prinz. Gegen Nigeria belebte Grings die deutsche Offensive und hatte an Laudehrs Siegtreffer wesentlichen Anteil. Zugutekommen könnte ihr eine weitere Tatsache: Die Position neben Georges in der Innenverteidigung ist die Schwachstelle der französischen Nationalelf. Abwehrchefin Sandrine Dusang (Lyon) musste kurz vor der WM wegen eines Kreuzbandrisses passen. Gegen Nigeria ließ Bini noch Ophélie Meilleroux (Montpellier) spielen, in der zweiten Partie entschied sich der Coach jedoch für Viguier. Die starke Leistung gegen Kanada und die Tatsache, dass auch die 30-Jährige bei Champions-League-Sieger Lyon spielt, überzeugten ihn.

Foto: Getty Images; Getty Images
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Célia Okoyino da Mbabi vs. Laura Georges: Okoyino da Mbabi stand beim WM-Auftakt gegen Kanada überraschend in der Startelf - und schoss prompt das 2:0. Im zweiten Spiel ließ sie sich von den überharten Nigerianerinnen zu sehr einschüchtern. Gegen das offensive Frankreich dürfte sie einzige echte Spitze nun wieder mehr Platz haben. Verhindern will das die Innenverteidigerin Georges von Champions-League-Sieger Lyon. Sie hielt die französische Abwehr bislang erfolgreich zusammen - ein Stellungsfehler gegen Nigeria hätte jedoch fast den ersten Gegentreffer im Turnier zur Folge gehabt.

Foto: dapd; DPA
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