Deutschlands erster Pilotenschein - DER SPIEGEL
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Deutschlands erster Pilotenschein Lizenz für einen Luftikus

Kleiner Hopser, große Wirkung. 1910 machte August Euler als erster Deutscher den Pilotenschein. Fortan prägte der Fliegerpionier die Entwicklung der Luftfahrt. Dabei träumte er von der Fliegerei als Friedensbringer - und machte das Flugzeug am Ende doch zu einer Tötungsmaschine.
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"Gelber Hund": Der Doppeldecker des Luftfahrtpioniers August Euler, aufgenommen 1910. Zwei Jahre unternahm Euler mit diesem Flugzeug, genannt der "Gelbe Hund", im Raum Frankfurt am Main die ersten amtlichen Postflüge der Welt.

Foto: dpa
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Das erste Mal: Der Luftfahrtpionier August Euler (vorn) während des Ersten Weltkriegs. Die Fédération Aéronautique und der Deutsche Luftschiffer-Verband stellten ihm am 1. Februar 1910 den ersten deutschen Flugzeugführerschein aus. Am 31. Dezember 1909 hatte der gebürtige Westfale aus Oelde als erster deutscher Flieger die Pilotenscheinprüfung - im eigenen Flugzeug - bestanden.

Foto: dpa
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Motorflugzeug der Gebrüder Wright: Am 17. Dezember 1903 eroberte Orville Wright mit dem "Flyer" die Lüfte. Sieben Jahre später erwarb August Euler den ersten Pilotenschein Deutschlands. Das Foto von 1908 zeigt das Motorflugzeug der Gebrüder Wright bei einem Flug über Frankreich.

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Die Brüder Wright: Orville (l.) und Wilbur Wright 1910 vor ihrem Haus in Dayton, Ohio. Die US-Pioniere des Flugzeugbaus hoben am 17. Dezember 1903 zum ersten kontrollierten Motorflug ab.

Foto: AP
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Luftfahrtgeschichte: Am 2. Juli 1900 gegen 20 Uhr startete der Zeppelin "LZ1" zu seiner Jungfernfahrt über dem Bodensee - es war der erste Aufstieg eines Luftschiffes. Zeppeline dominierten Anfang des 20. Jahrhunderts den Himmel, anderen Flugkonstruktionen schlug unverhohlene Skepsis entgegen.

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Blériots Kanalflug: Die Lithografie zeigt die Ärmelüberquerung von Louis Blériot, der auf seinem Flug am 25. Juli 1909 einem Segelschiff begegnet. Sein Flug von Calais nach Dover dauerte 37 Minuten bei einer durchschnittlichen Flughöhe von hundert Metern.

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Luftflugpionier Grade: Der deutsche Maschinenbauer Hans Grade, ein Freund und Weggefährte von August Euler, begann 1907 die Konstruktion seines ersten Dreidecker-Flugzeug mit Sechs-Zylinder-Zweitaktmotor. "Vor mir mein erster Bruch, hinter mir mein erster Flug", sagte er nach seinem ersten Flug am 28. Oktober 1908, der mit einer Bruchlandung endete. Dieses Foto wurde 1935 in Kassel aufgenommen.

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Grades Dreidecker: Mit seinem ersten Dreidecker, den er 1907 gebaut hatte, unternahm Hans Grade auf dem Cracauer Anger in Magdeburg circa 70 Flüge mit einer maximalen Fluglänge von etwa 700 Metern.

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Erfinder Euler: Der erste deutsche Pilot mit einem Flugzeugführerschein baute auch selbst Flugzeuge und zeigte auch sonst Erfindergeist. August Euler produzierte 30 verschiedene Flugzeugmuster und erwarb 73 Patente - darunter die Erfindung des Maschinengewehrs, das durch den Propeller schoss.

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Jagdflieger Göring: Hermann Göring, Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg, in seiner Fokker "Dr.I." (Foto von 1918). Als Bewaffnung dienen zwei MG 1908/15, die an die Motorwelle gekoppelt waren und so durch den Propellekreis schießen konnten. August Euler hatte dieses Prinzip erdacht, die Lizenz für diese Erfindung allerdings an den niederländischen Flugzeugbauer Anthony Fokker abgeben müssen.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Heinrich Hoffmann
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Euler-Doppeldecker: 1908 gründete August Euler die Euler-Flugmaschinenwerke als erste deutsche Fabrik für Motorflugzeuge bei Darmstadt. Das Foto zeigt den deutschen Piloten Ellery von Gorissen 1910 bei einem Flug in einem Euler-Doppeldecker über einem Gelände in Johannisthal (in der Nähe von Berlin).

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Luftfahrzeug-Ausstellung in Berlin: Prinz Heinrich von Preußen vor einem DFW-Doppeldecker im April 1912 auf der Allgemeinen Luftfahrzeug-Ausstellung (ALA) in Berlin. Drei Jahre zuvor hatte August Euler an der ersten Internationalen Luftschiffahrtausstellung (ILA) in Frankfurt teilgenommen, mit seinen Flugversuchen bei den Zuschauern allerdings eher für Erheiterung denn Begeisterung gesorgt.

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Flugzeug-Markierung: Um Freund und Feind im Luftkampf besser unterscheiden zu können, wurden die Kampfflugzeuge im Ersten Weltkrieg markiert - so war erkennbar, welcher Staffel sie angehörten.
Eingereicht von einestages-Leser Karl Schillinger.

Foto: Karl Schillinger
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