DFB-Einzelkritik: Agiler Schürrle, leidender Träsch - DER SPIEGEL
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DFB-Einzelkritik Agiler Schürrle, leidender Träsch

Das erste Gegentor fiel über seine Seite, vor dem zweiten verschuldete er den Elfmeter: Das Testspiel gegen Australien war nicht die Partie des Christian Träsch. Bastian Schweinsteiger zeigte sich verbessert, André Schürrle hinterließ den besten Eindruck aller DFB-Spieler.
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Tim Wiese (Tor, Werder Bremen): Möglicherweise hat Wiese gute Chancen, Deutschlands Nummer zwei zu werden. Manuel Neuer ist unantastbar, aber René Adler ist den Bundestrainern zu häufig verletzt und außerdem anfällig für Formschwankungen. In diesem Länderspiel konnte der Bremer aber nicht für sich werben. Beim 1:1-Ausgleich hätte Neuer womöglich eine bessere Figur gemacht. Zudem wurden in einigen Situationen Wieses Schwächen mit dem Fuß sichtbar.

Foto: Roland Weihrauch/ dpa
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Christian Träsch (rechte Abwehr, VfB Stuttgart): Er durfte anstelle des pausierenden Philipp Lahm spielen - und zeigte eine durchwachsene Leistung. Das 1:1 wurde über Träschs rechte Seite vorbereitet. Und der Stuttgarter verursachte den Elfmeter, der zum 1:2 führte. Doch er hatte auch darunter zu leiden, dass sich das Zusammenspiel mit Sven Bender und André Schürrle schwieriger gestaltete als erwartet.

Foto: WOLFGANG RATTAY/ REUTERS
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Arne Friedrich (Innenverteidigung, VfL Wolfsburg): Der Wolfsburger spielt eine Sonderrolle inmitten des ewigen Nachwuchs-Castings, das Bundestrainer Joachim Löw betreibt. Er ist einer der wenigen Routiniers und muss trotzdem um einen Platz im Team kämpfen. Gegen die Australier wirkte er souverän bis unauffällig, was man für einen Innenverteidiger durchaus als Lob auffassen kann.

Foto: Martin Meissner/ AP
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Mats Hummels (Innenverteidigung, Borussia Dortmund): Hummels war in erster Linie darauf bedacht, keine Fehler zu machen - und das ist ihm halbwegs gelungen. Die Mitte war dicht, doch seine aus Dortmund gewohnten Offensivakzente und seine klare Spieleröffnung waren nicht zu sehen.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Marcel Schmelzer (linke Abwehr, Borussia Dortmund): Von den jungen Nachrückern ist Schmelzer derjenige, der die besten Chancen hat, einen Platz in der künftigen Stammelf zu erhalten. Der Bundestrainer sucht einen Linksverteidiger. Und Schmelzer machte weniger Fehler als Konkurrent Dennis Aogo gegen Kasachstan drei Tage zuvor. Wirklich aufgedrängt hat Schmelzer sich aber nicht.

Foto: JOHANNES EISELE/ AFP
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Bastian Schweinsteiger (defensives Mittelfeld, FC Bayern): Wie Mesut Özil, Sami Khedria und Philipp Lahm hatte auch Schweinsteiger das Angebot erhalten, auf dieses Spiel zu verzichten, um sich für den Saisonendspurt zu erholen. Doch der Münchner wollte seinen Auftritt gegen Kasachstan mit einen paar frischen Eindrücken ausradieren. Das ist ihm in einigen Momenten gelungen. Er dominierte das deutsche Mittelfeld, spielte viele gute Pässe. Von der Weltklasseform des Jahres 2010 ist er aber immer noch weit entfernt.

Foto: Friso Gentsch/ dpa
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Sven Bender (defensives Mittelfeld, Borussia Dortmund): Er vertrat Sami Khedira im defensiven Mittelfeld. Und er hatte Probleme, sich auf Anhieb in dieses Team einzufügen. Er machte kaum Fehler, gewann seine Zweikämpfe, trug aber wenig zum Offensivspiel bei.

Foto: Friso Gentsch/ dpa
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André Schürrle (rechtes Mittelfeld, Mainz 05): Der Mainzer war die erfreulichste Erscheinung der Partie. In seinem zweiten Länderspiel wirkte er auf dem rechten Flügel agil und spritzig. Er spielte viele kluge Bälle in die Spitze, bereitete das 1:0 vor. Schürrle erinnerte ein wenig an Thomas Müller auf dieser Position.

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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Thomas Müller (zentrales Mittelfeld, FC Bayern): Der Münchner spielte auf der Özil-Position und konnte wenig zu einem konstruktiven Offensivspiel beitragen. Der WM-Torschützenkönig macht immer noch einen müden Eindruck und leistete sich ungewohnte Fehlpässe.

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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Lukas Podolski (linkes Mittelfeld, 1. FC Köln): Er schlug viele Bälle von seiner linken Angriffseite in den Strafraum. Wie gewohnt riskierte er dabei viel. Doch diesmal fand er keine Abnehmer, was sicher auch an den Laufwegen der Stürmer lag. In einigen Momenten hatte Podolski allerdings einfach die falsche Idee.

Foto: Martin Meissner/ AP
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Mario Gomez (Sturm, FC Bayern): Schoss ein wunderbares Tor zum 1:0 und arbeitete viel. Der Münchner hat das Problem, dass seine Aktionen nur wirklich gut aussehen, wenn er trifft. An diesem Abend war er neben Schürrle der beste Offensivspieler.

Foto: Bernd Thissen/ dpa
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Mario Götze (zentrales Mittelfeld, Borussia Dortmund): Er kam in der 65. Minute für Thomas Müller, als das deutsche Spiel immer seltener in der australischen Hälfte stattfand. Und wenn er mal einen Ball bekam, dann war es zu eng, oder Götze hatte Pech beim Dribbling.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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Toni Kroos (defensives Mittelfeld, FC Bayern): Wurde in der 64. Minute für Bastian Schweinsteiger eingewechselt und fügte sich gut ein. Ein toller Pass auf Schürrle hätte beinahe zum 2:2 geführt.

Foto: dapd
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Miroslav Klose (Sturm, FC Bayern): Ersetzte ab der 73. Minute Mario Gomez und hatte eine gute Chance zum Ausgleich. Doch die vergab Klose.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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