DFB-Team Auszeit in Sachen Topform
Bundestrainer Joachim Löw (4.v.l) beim Abschlusstraining im Weserstadion in Bremen: "Formschwankungen sind ein völlig normaler Vorgang in einer Saison", sagt der Coach vor dem Testspiel gegen Frankreich.
Tatsächlich ist seine Mannschaft vor dem Spiel gegen Frankreich überwiegend nicht Top-Form. Sami Khedira (l.) ist nach einer Verletzungspause gerade erst wieder in den Spielbetrieb von Real Madrid zurückgekehrt. Sein Mannschaftskollege Mesut Özil (r.) gehört dagegen zu den wenigen Spielern im DFB-Kader, die bislang eine konstant gute Saison gespielt haben.
Bastian Schweinsteiger von Bayern München, bei der WM in Südafrika überragender deutscher Spieler, ist zum zweiten Mal in dieser Saison von einer Verletzung geplagt und fällt weiter aus.
Seine Mannschaftskollegen Philipp Lahm und Thomas Müller zeigten zuletzt durchwachsene Leistungen. "Hat das Team mal zwei Spiele am Stück ohne Sieg, wird das als unglaubliche Krise bezeichnet - und nach einem Erfolg ist sie dann auch wieder sofort beendet", kommentiert Löw die derzeitige Form der Bayern.
Bei der Weltmeisterschaft in Südafrika gingen Thomas Müller und die anderen deutschen Nationalspieler der Bayern dagegen nach einer Spitzen-Saison in das Turnier. Trainer Louis van Gaal hatte sie zuvor zum Double aus Meisterschaft und Pokal und bis ins Champions-League-Endspiel geführt.
Löw beunruhigt die mäßige Form der Spieler nicht. "Ich habe schon alles erlebt: Spieler, die in der Vorbereitung zunächst jegliche Form vermissen ließen und dann explodiert sind, als es drauf ankam."
Dazu könnte auch Lukas Podolski gehören. Nach einer Verletzungspause hat der Kölner Mittelfeldspieler aber noch nicht zu alter Stärke zurückgefunden.
Auch Mario Götze ist noch nicht wider fit. Der Dortmunder Jungstar hat in der Rückrunde noch kein einziges Spiel absolviert.
Löw ist trotz all der Personalsorgen optimistisch: "Wir haben bisher noch jeden Spieler fürs Turnier hinbekommen."