DFB-Testspiel Betriebsunfall in Bremen
Erwartungsfroh vor dem Testländerspiel gegen Frankreich war dieser Anhänger der DFB-Elf. Dabei hatte Bundestrainer Joachim Löw der Partie vor dem Anpfiff nur wenig Bedeutung beigemessen. "Ein Sieg über Frankreich würde uns nicht beflügeln, aber eine Niederlage würde uns auch nicht groß stören", hatte Löw gesagt.
Seine Spieler machten nach dem Anpfiff aber doch den Anschein, als wäre ihnen das Ergebnis wichtig. Laufstark und engagiert gestalteten sie die Anfangsphase gegen Frankreich.
Doch waren es die Gäste, die nach 21 Minuten jubeln durften. Stürmer Olivier Giroud traf aus zehn Metern durch die Beine von Torwart Tim Wiese. Zuvor hatte sich der Hamburger Dennis Aogo von seinem Gegenspieler überlaufen lassen.
In der Folge zeigte die DFB-Elf in der Offensive dennoch einige starke Aktionen. Miroslav Klose scheiterte einige Male aus aussichtsreicher Position.
Noch knapper war es bei Verteidiger Holger Badstuber, er köpfte an den Pfosten (34.).
Bitter: Nach einem Ellbogenstoß musste André Schürrle mit einer Nasenverletzung verletzt ausgewechselt werden. Für ihn brachte Löw Thomas Müller (45.).
In der zweiten Hälfte kam Deutschland zunächst zu einigen Gelegenheiten. Unter anderem verpasste der Mönchengladbacher Marco Reus den möglichen Ausgleich für die DFB-Elf.
Auch Frankreich hatte gute Chancen, machte es aber besser als Deutschland: Denn eine dieser Gelegenheiten nutzte Florent Malouda in der 69. Minute zum 2:0.
Anschließend gelang der deutschen Mannschaft nicht mehr viel. Von Glanzpunkten wie beispielsweise dem 3:0 gegen die Niederlande war die deutsche Mannschaft weit entfernt. Auch Mesut Özil hatte schon bessere Tage.
Und auch wenn Bundestrainer Löw vorab gesagt hatte, dass ihm das Ergebnis nicht so wichtig sei, am Spielfeldrand machte er mitunter einen recht verärgerten Eindruck.
Der eingewechselte Stürmer Cacau traf zwar in der Nachspielzeit noch zum 1:2- Anschlusstreffer, aber zum Ausgleich reichte es nicht mehr.
Und so erlebten die deutschen Nationalspieler seit langem mal wieder das Gefühl, als Verlierer vom Rasen zu gehen.
Die Franzosen, hier Kapitän Hugo Lloris (r.) und Mathieu Debuchy, freuten sich hingegen über den Sieg gegen Deutschland.