DFL-Boss Andreas Rettig im Interview - DER SPIEGEL
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DFL-Geschäftsführer Rettig Zwei-Säulen-Strategie der Liga

Wie geht die Liga gegen Rechtsextremismus im Fußball vor? Geschäftsführer Andreas Rettig erklärt die Maßnahmen der DFL.
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DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ist entsetzt über die Krawalle von Köln: "Das war ein Neonaziaufmarsch, keine Fußballveranstaltung."

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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In Köln waren am Sonntag rund 4000 Anhänger der Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) zusammengekommen. Viele von ihnen waren Rechtsextreme, sie konfrontierten die Polizei mit offener Gewalt. Die Beamten gingen mit Wasserwerfern gegen die Krawallmacher vor, bis in die Nacht kam es zu Ausschreitungen.

Foto: Thilo Schmülgen/ dpa
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Laut Angaben der Polizei wurden 49 Polizisten verletzt und rund 20 Demonstranten in Gewahrsam genommen.

Foto: WOLFGANG RATTAY/ REUTERS
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Bereits im Vorfeld der Kundgebung hatte der Landeschef der Polizeigewerkschaft, Erich Rettinghaus, davor gewarnt, dass gewaltbereite Fußballanhänger mit Kontakten in die rechtsextremistische Szene Ängste in der Bevölkerung bezüglich islamistischer Extremisten ausnutzten. Die Hooligans drängelten sich "in die Rolle der Gutmenschen, um mehr Anhänger zu mobilisieren".

Foto: Caroline Seidel/ dpa
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Auch in deutschen Stadien ist rechtsextreme Gewalt ein Problem. Die DFL verfolgt im Kampf gegen Rechts eine Zwei-Säulen-Strategie. Rettig: "Die eine Säule heißt Prävention. Durch Aufklärung erzielt man keine Erfolge auf Knopfdruck, aber sicher perspektivisch." Die zweite Säule: "Die weißen sind von den schwarzen Schafen zu trennen. Das fängt bei sicheren Einlassmethoden an und endet bei einer modernen Kameraüberwachung zur Identifizierung von Einzeltätern."

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa
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Den deutschen Fußballverbänden unterlaufen beim Kampf gegen Rechts allerdings auch Missgeschicke. Der DFB hatte 2014 zweimal für Aufregung gesorgt, als er Anti-Diskriminierungsplakate abkleben ließ. "Das war keine Böswilligkeit, sondern ein Fehler", so DFL-Geschäftsführer Rettig.

Foto: Marcus Brandt/ dpa
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