Diane Kruger Ein bisschen Mut, ein bisschen Scham
Gestatten, Agentin auf Zeit: Diane Kruger spielt in ihrem Film in "The Operative", auf Deutsch "Die Agentin", eine Mitarbeiterin des israelischen Geheimdienstes Mossad.
Auf der Berlinale verriet sie nun, wie sie sich auf die Rolle vorbereitet hat: mit lebensnahen Aufgaben, die sich die 42-Jährige selbst im Alltag stellte.
"Ich habe einen fremden Menschen auf der Straße dazu gebracht, mich von A nach B zu bringen", sagte Kruger. Ein anderes Mal sei es darum gegangen, unter einem Vorwand auf den Balkon eines Wildfremden zu kommen.
Ganz leicht sei ihr das nicht gefallen, gestand die Schauspielerin - weil sie wirklich nette Menschen notwendigerweise belogen habe.
Kruger zählt zu den gefragtesten Schauspielerinnen der Welt, zuletzt wurde der Fatih-Akin-Film "Aus dem Nichts", in dem Kruger die Hauptrolle spielte, mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
Entsprechend groß ist das Interesse an ihrem Privatleben, insbesondere nach der Geburt ihrer Tochter im vergangenen Jahr. Daher hatte Kruger zuletzt - auch im Namen ihres Mannes Norman Reedus - mehr Respekt vor der Privatsphäre ihrer Tochter gefordert.
"Wir wurden eben auf einem Paparazzi-Foto von mir und meiner Tochter markiert. Diese Bilder wurden ohne unsere Zustimmung aufgenommen und zeigen ein verletzliches und unschuldiges Baby", schrieb sie auf Instagram.
"Bitte versetzt euch in unsere Situation", so Kruger. Sie wollten wie alle Eltern nur das Beste für ihr Kind.
Kruger, die 1976 im niedersächsischen Algermissen geboren wurde und inzwischen die US-Staatsbürgerschaft angenommen hat, feierte in den vergangenen Jahren große Erfolge.
Im Januar 2018 erhielt sie gemeinsam mit Regisseur Fatih Akin den Bayerischen Filmpreis für den Film "Aus dem Nichts".
Ihren Durchbruch hatte sie 2004 als Helena im Film "Troja" des Regisseurs Wolfgang Petersen. 2009 wirkte sie in "Inglourious Basterds" mit.