John Allen Über diese Affäre stolperte der General
General John Allen will nicht mehr Nato-Oberkommandeur werden. Er war in die Affäre Petraeus verwickelt, die bei einer Senatsprüfung erneut aufgewärmt würde und seine Familie belastete.
Über diese zwei Frauen stürzten zwei mächtige Männer: Allen hatte Jill Kelley (l.) "unangemessene" E-Mails geschrieben, Petraeus hatte mit Paula Broadwell eine Affäre.
Durch ein Eifersuchtsdrama zwischen den beiden Frauen flog die Affäre im Herbst 2012 auf.
Allen musste sich daraufhin Ermittlungen stellen, bei denen jedoch herauskam, dass er sich keines Fehlverhaltens schuldig gemacht habe.
Zuletzt war Allen Oberbefehlshaber der internationalen Truppen in Afghanistan. Hier mit seinem Nachfolger Joseph Dunford, der ihn Anfang Februar 2013 ablöste.
Ans Licht kam die Sache kurz nach Bekanntwerden der Petraeus-Affäre: Er hatte eine Liebesbeziehung mit seiner Biografin Paula Broadwell.
Die Geliebte soll öffentlich mit ihrem Zugang zu Geheiminformationen geprahlt haben.
Petraeus machte öffentlich, dass er eine Affäre hatte und beendete seine Karriere als CIA-Chef.
Die außereheliche Beziehung sei ein schrecklicher Fehler gewesen, er habe dabei "sehr schlechtes Urteilsvermögen" an den Tag gelegt. Hier ist Allen mit seiner Frau Holly bei der Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern durch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere zu sehen, einige Monate vor Bekanntwerden der Affäre.
Der damalige Präsident George Bush hatte nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center zum Krieg gegen den Terror aufgerufen, und Petraeus sollte ihn führen. Von 2002 bis 2004 zunächst als Kommandant der 101. Luftlandedivision, dann für ein weiteres Jahr als Chef des Nato-Ausbildungskommandos.
Der neue Präsident Obama hatte einen seiner loyalsten Soldaten geschickt, als sich Petraeus-Vorgänger General Stanley McChrystal abfällig über die Obama-Administration geäußert hatte.